DVD-Dia-Show-Programme II
  Ulead FotoBrennerei 2.0(1) gegen Magix Foto auf CD/DVD 2.0 bzw. 2.5 e-version

 

Als Resonanz auf meinen "etwas anderen MPEG-Vergleich" habe ich zahlreiche E-Mails bekommen. Viele mit dem Hinweis, dass sich meine Einschätzung bestimmt mit den neuen Programm-Versionen ändern würde.

Somit habe ich mir also nochmals die aktuellen Versionen von den beiden Markführern Ulead und Magix zur Brust genommen (Stand: 17.07.03).

Alle Leser, die den ersten Teil zu diesem Thema nicht kennen oder nicht mehr in Erinnerung haben, bitte ich den Beitrag DVD-Dia-Show-Programme gegen Bastellösungen ? (nochmals) zu lesen. Nun dann wird dieser Beitrag so richtig verständlich.
 

Ulead

Ulead DVD PictureShow Version 2.0 oder zu deutsch "FotoBrennerei" kann über die Seite www.ulead.de auf die Version 2.01 upgedatet werden. (Stand des Updates: 13.06.2003).

Der Hersteller schreibt hier, dass bei der neuen Version u.a. die Ausgabequalität für SVCD und DVD verbessert sei.

Ich habe für einen ersten Test (im Modus DVD) die alte Version 2.0 gegen die neue Version 2.01 gestellt und dabei wieder mein Referenzbild zu Rate gezogen.


Bild 21 - FotoBrennerei Version 2.0 zu 2.01

Auffällig ist die etwas größere Unschärfe bei der neuen Version 2.01 (alle Einstellungen hinsichtlich des Flimmerfilters sonst identisch).

Das Ergebnis ist damit kein schärferes Bild, aber ein Bild, das "flimmerfreier" ist. Das Bild erscheint einfach etwas "softer". Und das was ich im letzten Tipp von Hand gemacht habe, macht die FotoBrennerei jetzt automatisch.

An der ein oder anderen Stelle im Internet war zu lesen, dass die User mit der Software bzw. der "Darstellungsqualität" von Ulead DVD PictureShow Version 2.0(1) nicht zufrieden sind.

Sie bemängeln ein "Flimmern", dass sie bei bewegten Bildern (z.B. aus einem selbst erstellten MPEG-Stream) nicht hätten. Auch würde das Wettbewerbsprodukt MAGIX video deLuxe 2.06 Plus bzw. MAGIX Fotos auf CD & DVD 2.0 dadurch positiv auffallen, dass es angeblich weniger flimmern soll.

Ich habe alle drei Programme und jedes der Programme hat seine Vor- und Nachteile.

Für den "Bastler" und "Schrauber", der gern an allen Einstellmöglichkeiten drehen möchte, ist "MAGIX Fotos auf CD & DVD 2.0" (wenn wir uns mal auf das reine Fotoprogramm konzentrieren wollen) oder das Nachfolgeprodukt in der Version 2.5 sicher die erste Wahl (siehe oben).

Welches Programm letztendlich "besser" ist, hängt aber von vielen Faktoren ab. Bevor ich Ihnen sage, wie ich mich heute (im Juli 2003) entscheiden würde, erlauben Sie mir noch einen Hinweis auf andere Flimmerfaktoren.

 


Ein paar User haben mich gefragt, mit welchem Equipment ich arbeite.

Als DVD-Player nutze ich immer noch den guten alten Yamakawa 715 BT (Firmware A2 bzw. Kiss54).

Der YAMMI mit der Kiss54-Firmware ist an einem recht betagten Grundig TV mit 50 Hz über FBAS angeschlossen. Der YAMMI mit der A2-Firmware über S-Video (Y/C) an einen Philips 29PT9007 mit 100 Hz. .

Wenn ich darf - noch ein Hinweis:

Meiden Sie nach Möglichkeit auf jeden Fall FBAS-Signale via Cinch- oder Scart-Kabel. Eine solche Verbindung ist für einen DVD-Player völlig indiskutabel!


Cinch- Scart - Kabel (Foto by. S.Uchrin)

Und nutzen Sie lieber direkt den RGB-Ausgang Ihres DVD-Players bzw. den RGB-Eingang Ihres Fernsehers - sofern er einen hat. Denkbar ist auch der Anschluss via YUV - wenn vorhanden.

Eine Alternative - wenn weder RGB noch YUV möglich sind - ist die S-Video-Verbindung (auch als S-VHS-Verbindung bekannt), die eine deutlich höhere Linienzahl (nicht verwechseln mit Zeilenzahl) zulässt als die Verbindung mittels Composite / FBAS.


S-VHS-Kabel in "gold"  (Foto by S.Uchrin)

Nur so ist gewährleistet, dass Sie auch die optimale Bildqualität mit wenig, oder gar keinem "flimmern" von Ihrem DVD-Player bekommen.

Übrigens besteht auch die Möglichkeit, mittels Scart-Kabel Y/C-Signale zu übertragen. Im Zweifel müssen Sie nur Ihren Fernseher entsprechend einstellen und natürlich das richtige Kabel nutzen.

Vergleiche: www.audio.de/sixcms/media.php/ 144/aud_02_03_048_053.pdf 

Halten Sie die Kabel so kurz wie möglich - oder nutzen Sie bei etwas längeren Verbindungen anstelle von Kupfer mindestens versilberte Signalleiter mit hochwertigen Abschirmungen, wie sie z.B. von www.oehlbach.de oder www.in-akustik.com angeboten werden - um nur zwei Anbieter von hochwertigen Kabel zu nennen.

 

 

Während man bei dem 50 Hz-Fernseher (wie oben beschrieben) auch bei der neuen Version 2.01 bei einigen Bildern immer noch gut daran tut, sie zusätzlich vor der Weiterverarbeitung mit der Ulead-FotoBrennerei sep. zu "soften", brauche ich in der Kette YAMMI zum 100 Hz-Philips-Fernseher nichts, aber auch absolut nichts mehr machen.

Ich selbst habe bis jetzt einige tausend Bilder auf DVD gebrannt (ohne sie irgendwie aufzubereiten) und Leute - da flimmert mit der Standardeinstellung der FotoBrennerei (Ver 2.01) auf meinem Philips-Fernseher vielleicht von 300 Bildern mal ein Bild ganz schwach an einer horizontalen Kante. Und von meinen 7 Probanden, die ich zum "Testsehen" eingeladen hatte, hat das KEINER bemerkt, obwohl ich vorher auf das Problem hingewiesen hatte.

Ach ja, wir reden hier von DVD und nicht von VCD oder SVCD - nur so als Erinnerung!

Nun habe ich nicht untersucht, wo das Problem bei den "klagenden" Usern im Einzelnen liegt, aber ich möchte allen "Zweiflern" nochmals meinen Aufsatz "Signalwege" ans Herz legen. Wenn Sie die gute Bildqualität eines DVD-Players durch die schlechten Signaleigenschaften eines FBAS-Signals wieder zerstören, dann kann ich nur sagen - selbst Schuld.


Als Kompromiss zwischen dem 50 Hz Fernseher und dem 100 Hz Fernseher softe ich übrigens alle Fotos ganz schwach mit "Jasc Image Robot" von Jasc, der leider seit April 2003 nicht mehr verkauft wird.

Sie finden aber viele seiner Funktionen im neuen Paint Shop Pro wieder. Und Paint Shop Pro bietet Ihnen ja auch noch viele schöne Möglichkeiten der Bildbearbeitung.

Wer eine kostenlose Möglichkeit sucht, dem sei XnView empfohlen. Ein ganz ausgezeichnetes Programm um viele Bilder in einem Rutsch variabel weichzuzeichnen.

Dieses "Soften" mache ich aber nur, wenn ich die DVD weitergebe. Kann ja sein, dass noch jemand einen alten flimmernden Fernseher mit 50 Hz hat, oder/und mit FBAS arbeitet. ;-)

Über diesen (Um-)Weg habe ich dann sowohl auf dem 50Hz, als auch auf dem 100 Hz Fernseher eine gute optimale Einstellung, denn auf diesem Wege flimmern auch die Bilder mit den "Kantenproblemen" (siehe oben) nicht mehr.


Bild 22 - MPEG-Bild als Ergebnis der FotoBrennerei Ver 2.01- zuvor sep. "gesoftet"


Bild 22 zeigt dieses Kompromissbild. Allemal immer noch besser als MAGIX Fotos auf CD & DVD 2.0 (ohne Flimmerfilterung), wie wir es ja schon aus der alten Abhandlung (Bild 6b) kennen:
 


Bild 6b: Magix-MPG-Bild (Ver 2.0) ohne Flimmer-Filter (C) by S. Uchrin

Bedauerlicherweise führt der Flimmerfilter bei Magix Fotos auf CD & DVD 2.0 (sofern man ihn einsetzt) dazu, dass die horizontalen Kanten noch schlechter werden.

Aber keine Panik, ganz so schlecht wie in der Darstellung hier oben wird es sicher nicht für Sie sichtbar. Ihr Fernseher löst ja nicht so hoch auf und bei einem Betrachtungsabstand von 3,0 Metern und einer Brille mit 5 Dioptrien finden Sie auch die Wettbewerbsprodukte von Ulead sicherlich ganz toll. ;-)

Aber der Unterschied der beiden obigen Bilder zeigt sehr schön, welches Programm in der Standardeinstellung die bessere MPEG-Wandlung macht und damit nachher auch harmonischer im Gesamtbild ist. Achten Sie nur auf die Artefakte am Oberarm und auf der Schulter.


Magix

Während "Magix Fotos auf CD & DVD 2.0" meiner Meinung nach wirklich nicht brauchbar war, hat sich das Bild mit der neuen Version 2.5 hinsichtlich der Bildqualität grundlegend verbessert.

Zwar müssen Sie dafür wieder knapp 30,- Euro in die Hand nehmen, aber das Ergebnis ist wirklich recht gut:


Bild 23 - Magix Fotos auf CD & DVD Version 2.5
 

Bild 23 zeigt ein mit der Version 2.5 erstelltes Bild. Es ist etwas schärfer als das Bild, das ich über die Ulead-FotoBrennerei Version 2.01 erstellt habe. Dafür gefielen meinem 50-Hz Fernseher diese Bilder nicht so richtig. Ein Flimmern war unvermeidlich.

Auffällig ist auch der Mückenschwarm (Artefakte) auf der Schulter - und das ohne Flimmerfilter.

Hier nochmals die Ulead-Bilder (Bild 21 von oben) zum direkten Vergleich:


Bild 21 - FotoBrennerei Version 2.0 zu 2.01

 

Bild 24 hingegen zeigt wieder den bereits bekannten "MAGIX - Anti-Flimmer-Effekt", der mir nun persönlich einfach nicht gefallen will.


Bild 24 - MAGIX Ver 2.5 mit Flimmerfilter

Ich selbst bevorzuge zur Zeit als Antiflimmer-Maßnahme grundsätzlich ein leichtes "soften" der Bilder.

Beurteilt man nur die Qualität, so ist zu vermelden, dass MAGIX mit der Version 2.5 gewaltig aufgeholt hat.

Die Liebhaber des scharfen Bildes (das meiner Meinung nach leider etwas zu Artefakten neigt) werden sogar sagen, dass das Ergebnis von MAGIX besser als das von ULEAD ist.

Das Flimmerverhalten ist auf meinem 100 Hz Fernseher zwischenzeitlich bei beiden Programmen gleich gut (wobei ich das MAGIX-Programm generell ohne die Flimmerschaltung nutze würde).

Lediglich bei Bildinhalten, die zu einer Interferenz (Moiré-Effekte) neigen - wie z.B. ein eng gestreiftes oder kariertes Hemd - hat Ulead durch sein geringe Unschärfe die Nase vorn.

Eine solche Interferenz (Überlagerung) ist meist in der Differenz zwischen der physikalischen Auflösung des Fernsehers und der aktuellen Auflösung des Bildes begründet. Ich will das hier aber nicht zu weit auswalzen.

Zur Abhilfe wird bei einigen Fernsehern die Funktion der Moiré-Reduzierung angeboten, die jedoch oft auf Kosten der Schärfe geht. Und genau das macht Ulead hier bei seinen Bildern von Hause aus. Es macht sie etwas "softer".

Wer sich da für Details interessiert, sollte einmal http://bs.cyty.com/menschen/e-etzold/archiv/TV/test/testbild.htm besuchen und sich die Testbilder ansehen bzw. nutzen


So, was bleibt zu tun?

Der Praxistest mit 270 Bildern.

Alle Bilder sollten einfach nur per Kreuzblende weich von einem Bild zum anderen übergeblendet werden. Standzeit eines jeden Bildes 5 oder 6 Sekunden. Kein Ton, keine sonstigen Spielereien.

Bei beiden Programmen wurden die Standardwerte belassen, wie sie nach der Installation eingestellt sind. Hinsichtlich der Menüstrukur wurde einfach einer der Vorgaben ausgewählt ohne aber dort irgendwelche Veränderungen vorzunehmen

Um gleiche Verhältnisse hinsichtlich er Proportionen zu bekommen, wurde das Magix-Bild allerdings oben und unten mit einen 12% - Blaken in schwarz versehen.

Warum dieser Blaken werden Sie fragen.

Einen Wermutstropfen hat aber sowohl die FotoBrennerei von Ulead als auch das MAGIX-Programm für mich immer noch gehabt:

Die FotoBrennerei hat auch in der Version 2.01 immer noch einen kleinen Bug und mein oben beschriebenes "fast einwandfrei" bezieht sich auch im Wesentlichen auf diesen Fehler.

"Resized" man das Bild vorher per Hand (wie im ersten Teil beschrieben) so entsteht ein Fehler, der sich etwa so darstellt:

Das war das Ausgangsbild:


Bild 23 - Frieda, Essen

und zwar im Format 1773 x 1182. Will man daraus ein normgerechtes 4:3-Bild machen, so muss man oben und unten erst einen 74 Pixel breiten Streifen ankleben. Dann auf 704 x 576 Pixel resizen und wenn man dann auf 720 x 576 Pixel gehen will, klebt man rechts und links noch einen Streifen mit je 8 Pixeln an.

Das Ergebnis sieht dann etwa so aus:


Bild 24 - auf 720 x 576 resized

Wer nun glaubt, er könne das Bild, da es ja schon DVD-Format hat, problemlos an die FotoBrennerei übergeben, hat sich getäuscht.

Ulead macht daraus etwa folgendes Bild:


Bild 25 - Bild 24 durch Ulead nochmals "resized"

Der kleine Hund ist also viel schmaler geworden, da anstelle der 8 Pixel links und rechts plötzlich an beiden Seiten Streifen mit je 30 Pixeln in schwarz vorhanden sind.

Die von mir vorher oben und unten eingefügte Pixelreihe blieb hingegen unverändert. Dadurch stimmt die mühsam per Hand hergestellte Proportion des Bildes nicht mehr.

Nimmt man hingegen das Originalbild mit einer Auflösung von 1773 x 1182, also ein Bild mit einem Bildverhältnis von 1,5 : 1, so macht die FotoBrennerei daraus ein Brutto-Bild von 720 x 576 Pixel und ein Netto-Bild-Verhältnis (also ohne den schwarzen Rand oben und unten) von 720 x 512 Pixel.


Bild 26 - Originalbild ausschließlich durch Ulead resized


Das entspricht einem Seitenverhältnis von 1,406 : 1 und hat damit weder Gemeinsamkeiten mit dem Ausgangsformat noch mit dem gewünschten 4:3-Format (1,333 : 1). War der Hund erst zu schmal, wird er jetzt etwas zu breit.

Wenn ich das richtig sehe, hat Ulead das Bild im Prinzip auf 704 x 576 Pixel richtig runtergerechnet - es aber dann unzulässig auf 720 x 576 Pixel in der Breite gestreckt.

Aber mit solchen mehr oder weniger erträglichen Berechnungsfehlern befindet sich Ulead übrigens in ganz guter Gesellschaft, die anderen können es auch nicht besser. Man sollte den Entwicklern mal empfehlen, den Artikel von "Der Karl" zu lesen (http://guides.videoxone.de/derkarl/)  *) - aber was nicht ist, kann ja noch werden.


Magix Fotos auf CD & DVD 2.5 hingegen hält sich überhaupt nicht mit dem Rechnen auf. Es belässt die Bilder hinsichtlich der Proportionen wie sie sind. Man gibt dem Anwender aber die Möglichkeit sein Foto selbst richtig zu skalieren.

Leider muss man das selbst durch Versuch und Irrtum und im Zweifel mit einem Testbild herausfinden. Angenehmer wäre hier gewesen, wenn man anstelle der Prozentangaben Werte in Pixel vorgeben könnte.


Nun gut - die Grundeinstellungen sind gemacht.

Bei Ulead DVD PictureShow Version 2.01 konnte ich nun mit einem einzigen Mausklick alle 270 Bilder in der Timeline aufreihen. Zeitdauer 1 - 1,5 Sekunden.

Bei Magix Fotos auf CD & DVD 2.5 geht es zwar nicht ganz so leicht - wenn man aber alle Fotos mit der Maus markiert, kann man sie recht einfach in die aktuelle Fotoshow hineinziehen.

Doch jetzt muss man viel Zeit mitbringen. Während die ersten 2 oder 3 Dutzend Bilder recht schnell aufgereiht werden, muss man auf die anderen Bilder endlos - ja wirklich endlos warten. Um konkret zu sein: Es dauerte 37 Minuten, bevor ich weiterarbeiten konnte! Ich vermutete erst mal einen Bug in der Software.

Auf meinem 2,2 GHz-Rechner -mit reichlich Speicher ausgestattet- ergreift das Magix-Programm 99% der CPU-Leistung. Aber was macht die Software da in der Zeit und mit dieser CPU-Auslastung?

Sie berechnet offensichtlich die Überblendungen von einem Foto zum anderen. Wenn man eine Diashow zusammenstellt, und immer ein Bild nach dem anderen einfügt, wird das dem Normaluser vermutlich überhaupt nicht auffallen, wenn man aber bereits die Vorauswahl getroffen hat und genau weiß was man will, ist diese ellenlange Berechnung ein absolutes KO-Kriterium für eine Software.

 

Aber wer "schaltet" schon 200 oder 300 Bilder in einem Durchgang hintereinander? Ja, was man damit gut machen kann, erkläre ich Ihnen mal bei Gelegenheit. Soviel nur vorweg, da steht nicht gerade das Bild im Vordergrund, sondern der Ton.

Aber Sie können das auch selbst testen. Laden Sie sich die Demo-Software von der Magix-Website herunter und nehmen Sie folgende Einstellung vor:

Also, machen Sie einen Haken bei "Fotos automatisch überblenden" und ziehen Sie im nächsten Schritt mal nur so zum Spaß 200-300 Photos in die aktuelle Fotoshow:

Und nun gehen Sie in aller Ruhe zum Essen....

Oder nehmen einfach so viel Bilder wie SIE normalerweise nutzen und schauen Sie, ob das Programm Ihre ganz persönliche Prüfung besteht, denn hinsichtlich der Qualität ist es ein wirklich gutes Programm geworden.


Für die abschließende Wandlung ins MPEG-Format und für das Brennen der DVD (mit Pioneer DVR-104) benötigen beide Programme übrigens rund 1 Stunde 15 Minuten.

Die Bildbetrachtung auf dem 100-Hz-Fernseher wurde wieder von einer Gruppe von völlig Unbeteiligten durchgeführt. Dabei schnitten beide Programme gleichauf mit "gut" bis "sehr gut" ab.

Lediglich zwei meiner Probanden sahen ein Pumpen bei der Darstellung eines Bildes mit einer Standzeit von ca. 20 Sekunden bei der DVD von Magix.

Da der YAMMI-DVD-Player an dieser Stelle aber auch nicht immer astrein ist, habe ich das nur ansatzweise beleuchtet.

Auffällig war jedoch das recht unterschiedliche Einschwingverhalten in der Datenrate der beiden Programme:


Bild 27: Ulead gegen Magix (beide Programme mit Standardeinstellungen bei den
gleichen Bildern. Lediglich die Darstellungszeit variierte etwas bei den beiden Programmen)

Während Ulead die Datenrate recht konstant hält, gibt es bei Magix ein deutlich erkennbares Regel- bzw. Schwingverhalten.

Da mir das Thema aber nicht wichtig genug war, überlasse ich es Ihnen als Leser sich mit den Problemen von Endlos-Standbildern bei Magix herumzuschlagen. ;-)

Für mich hat sich in Anbetracht des "270-Bilder-Fehlers" an der Entscheidung gegen MAGIX und für ULEAD übrigens nichts geändert. Zumal ich mit der Upgrade-Politik bei Magix und der schnellen Folgen der zu bezahlenden Software so meine Probleme habe.

Sie, als Leser, müssen also nach wie vor selbst entscheiden welches Programm Sie einsetzen. ;-)

 

Nachtrags-Test vom 19.07.03:

Hier noch ein wirklich interessantes Programm aus dem Hause Photodex Corporation.  Das Produkt heißt ProShow und ich habe die Version 1.2 Gold getestet.

ProShow konzentriert sich auf die VCD bzw. SVCD und kann auf direktem Wege keine DVDs brennen, aber es macht ganz vorzügliche DVD-kompatible MPEG-Streams

die man ja mit einem DVD-Authoring-Programm zu einer DVD machen kann. Das Programm arbeitet mit und ohne "Anti-Flicker-Filter",

Hier einmal ein Bild mit Anti-Flicker-Filter:


Bild 28: ProShow 1.2 Gold - mit Anti-Flicker-Filter

und hier ein Bild ohne "Anti-Flicker-Filter":


Bild 29: ProShow 1.2 Gold - ohne Anti-Flicker-Filter


Leider ist die Einstellung ohne "Anti-Flicker-Filter" auch auf einem 100Hz-Fernseher nicht brauchbar. Es flimmert an allen Ecken und Kanten.

Die Darstellungs-Qualität mit "Flimmer-Filter" stufe ich persönlich als "sehr gut" ein. Der Preis mit knapp 60,- US$ ist jedoch für ein Produkt, das keine DVDs brennen kann, einfach zu hoch. Da kann man mit etwas Übung und viel Fingerspitzengefühl bei Magix Fotos auf CD & DVD 2.5 für das halbe Geld absolut vergleichbare Bilder mit besseren Übergängen und besserer Animation erzeugen.

Was das Programm für mich besonders interessant macht, ist die Möglichkeit, stehende Bilder blitzschnell in eine Animation zu packen und daraus ein EXE-File zu machen. Also direkt ein ausführbares File, das auf jedem Rechner läuft - losgelöst von irgendwelchen Treibern oder einem bestimmten Codec. Ideal für Firmenpräsentationen!

 

Nachtrag vom 22/25.07.03

Nach Information eines meiner Leser gibt es für den von mir oben beschriebenen Fehler, den ich "270-Bilder-Fehler" genannt habe, ein Update von Magix auf die Version 2.52. Leider ist dieses Update zur Zeit nur für die CD-Version von Foto auf CD & DVD 2.5 (de Luxe) verfügbar. (Sorry, aber dennoch danke, Bruno).

Die Käufer der "e-Version" (die ich getestet hatte) müssen sich noch etwas gedulden. Ja, e-commerce steht nicht bei jedem Unternehmen im Vordergrund.... ;-)

Die Supportabteilung der Firma Magix hat mir aber vorab den Patch auf Version "2.5.2 DE" für die E-Version zur Verfügung gestellt und ich muss sagen, der Fehler ist weg.

Lt. Magix soll der Patch in KW 31 offiziell erscheinen.

 

Nachtrags-Test vom 26.07.03:

Mit Spannung hatte ich das neue Nero-Brennprogramm Version 6.0 von Ahead erwartet, das nicht nur CDs und DVDs brennt, sondern auch für die Bilder- und Video-"Produzenten" mit einigen interessanten Tools an den Start geht.

Was mich heute besonders interessierte, war die Fähigkeit DVD-Diashows zu erstellen. Dazu nutzt Ahead das Tool "NeroVision Express 2":
 

Im ersten Schritt habe ich die Standard-Wiedergabe-Qualität mit 5073 kbit/s genutzt

Hier das Ergebnis:


Bild 30 - Ahead Nero Ver. 6.0.0.9 (Diashow)

Auffällig ist die Schärfe des Bildes, aber auch die groben "Stufen" im Oberarm. Übrigens: Auch bei höherer Datenrate gibt es dabei keine sehenswerte Änderung.

Zum direkten Vergleich sehen Sie bitte nochmals das Bild von Magix:


Bild 23 - Magix Fotos auf CD & DVD Version 2.5


Schaut man sich die mit Nero 6 hergestellte DiaShow auf einem 100Hz-Fernseher an, so ist man allerdings enttäuscht. Zumindest ich war sehr enttäuscht. Die DiaShow ist in der Standardeinstellung schlicht nicht brauchbar. Es flimmert bei meinen Testfotos an allen neuralgischen Punkten.

Denkbar ist es aber, alle Bilder "weichzuzeichnen". NeroVision Express 2 bringt dazu das notwendige Werkzeug von Haus aus mit:

Leider sind die Bildansicht bzw. die Vorschau viel zu klein dargestellt, um wirklich was sehen zu können (oben sehen Sie die Ansicht unverkleinert).

Aber Versuch und Irrtum bringen dem User da ein ganz gutes Ergebnis.

Bei meinem Versuch 270 Bilder in eine DiaShow zu bekommen, informierte mich die Software, dass sie nur 99 Bilder zulässt.

Aber die restlichen Bilder werden nicht verworfen, sondern auf andere DiaShows innerhalb des gleichen Projektes, also der gleichen DVD aufgeteilt. Störend ist nur die englische Meldung.

Hier sieht man, wie an anderen Stellen im Programm auch, dass das Programm (wie so oft bei Ahead) mehr eine späte Beta-Version denn eine echte auslieferbare Version ist.

Das obige Bild zeigt sehr schön, dass meine 270 Bilder automatisch in 99 + 99 + 72 Bilder aufgeteilt wurden.

Was mir sehr gefallen hat, war die sehr schön einfach zu bedienende Möglichkeit Bilder zuzuschneiden:

Was mir weniger gefallen hat, dass man für jede Nachbearbeitung z.B. bei der Farbanpassung für Helligkeit, Kontrast, Gamma und Glätten ein eigenes neues Fenster aufmachen muss.

Das hätte man schöner in nur einem Vorschaufenster darstellen können.

Mein Urteil:

Für DiaShows gibt es, hinsichtlich Bedienung, Komfort, aber auch Bildqualität, deutlich bessere Programme.

Als reine "Zugabe" zu einem Brennprogramm kann man die Nero-DiaShow jedoch nutzen. So richtige Freude wie bei den oben beschriebenen Spezialisten von Ulead, Magix oder Photodex kommt aber auf keinen Fall auf.

Vergleicht man jedoch WinOnCD 6.x DVD mit Nero 6, so schneidet Nero in dieser Hinsicht deutlich besser ab.

 

*) Leider nicht mehr online

 

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