Bilder auf CD/DVD Wie man mit WinOnCD eine
Der Begriff "Photo CD" ist ein von Kodak entwickeltes System und ein geschützter Begriff (eingetragenes Warenzeichen) für eine bestimmte Form einer CD. Auf einer solchen CD sind Fotos im so genannten ImagePac-Format gespeichert. Das ist im Prinzip ein Multiresolution-Format, bei dem jedes Bild in mehreren Auflösungsstufen auf der CD gespeichert ist. Eine CD fasst bis zu 100 gescannte Photos,
Negative und Dias im Format 24 * 36mm. Die maximale Auflösung liegt bei
2048 * 3072 Pixel (Rohvolumen 18 Megabyte, verlustfrei komprimiert auf ca.
4,5 Megabyte). Ich selbst habe so rund 1.500 Dias auf einem solchen Format
auf CD und kann es nur wärmstens empfehlen. Wenn Sie sich für ein solches
Profi-Format interessieren, so finden Sie bei
Nun können Sie als Hobby-Fotograf eine solche CD nicht herstellen, weil Ihnen dazu vermutlich die notwenige Hard- bzw. Software und vor allem die notwenigen und sehr teuren Lizenzen fehlen. Und vermutlich kann Ihr DVD-Player das Format auch gar nicht wiedergeben, aber Sie können entweder gescannte Bilder oder Bilder eines digitalen Fotoapparates dennoch auf CD oder DVD bringen und sich diese auf einem normalen DVD-Player ansehen. Wir streichen den Begriff "Photo CD" also in diesem Zusammenhang aus
unserem Sprachschatz und beschäftigen uns stattdessen lieber mit dem
Standard-DVD-Format und ganz allgemein mit einer "Bilder-CD" bzw. "Bilder-DVD". Die Lösungsansätze von solchen
Dia-Show-Authoring-Programmen ist recht unterschiedlich. Die einen legen jedes Bild
einzeln auf der CD oder DVD ab und die anderen machen einen richtigen Film
mit sep. Tonspur und auf Wunsch Untertiteleinblendungen bzw. Bild-Überblendungen daraus. Unser mit WinOnCD hergestelltes
Bei der DVD sind im Gegensatz zur VCD höhere Auflösungen möglich und auch die Umwandlung eines stehenden Bildes in einen MPEG-Stream mit Musikuntermalung sollte recht einfach sein, denn die hohe Kunst der MPEG-Codierung ist doch mehr das schnelle bewegte Bild. Und so dachte ich mir, dass bei der näheren Beleuchtung des Themas "Stillpicture" eigentlich gar keine Probleme auftreten dürften. Doch weit gefehlt - aber schauen Sie selbst: Vorausschicken möchte ich zuerst einmal, dass ich selbst mit einem "Digitalen Fotoapparat" von Kodak arbeite. Es ist eine schon recht betagte DC 265, die mir - mit üppig Speicher ausgestattet - beruflich und privat treue Dienste leistet. Nun kann man lange darüber diskutieren, ob 1536 * 1024 Bildpunkte meiner Kodak ausreichen, oder ob nicht 3 oder 4 Millionen Pixel viel besser wären. Ja, mag sein. Zumindest für jemanden, der DIN A4 große Fotos auf´s Papier bringen will. Doch mein Fotoapparat reicht für 'echte' Fotos im Format 13 * 18 cm in "guter" Qualität und für das schnelle Urlaubsfoto in 9 * 13 in "sehr guter" Qualität allemal aus. Und für die Wiedergabe dieser digital aufgezeichneten Bilder am Fernseher von der DVD aus benötige ich nur 720 * 576 Pixel, denn mehr kann ein DVD-Player sowieso nicht wiedergeben. Wofür dann 3 oder 4 Millionen Pixel? Ausgangsformat ist also bei mir ein Bild mit 1536 * 1024 Bildpunkten. Hier sehen Sie einmal mein "Testfoto" mit einer sehr netten jungen Dame, die ganz verträumt in ihre Kaffeetasse schaut.
Nun passt dieses Format leider nicht so recht zu einem typischen DVD-Bildformat. Eine DVD kann Bilder z.B. in der Größe von 704 * 576 Pixel oder 720 * 576 Pixel wiedergeben. Um nun das Optimum auszunutzen, habe ich mich überwiegend für 720 * 576 Pixel entschieden, zumal auch mein DV-Film in dem gleichen Format daherkommt. Doch wie formt man das nun um? Ganz einfach geht das z.B. mit einem Grafikprogramm wie Corel Paint. Erstellen Sie sich für einen Test mal ein leeres Bild in der Größe 720 * 576 Pixel. Über die Auflösung kann man gar trefflich streiten - sehen Sie mir die 72 DPI hier im Bild mal nach.
Sie erstellen also ein leeres Bild mit der Papierfarbe "schwarz". Nehmen Sie nun Ihr eigentliches Bild und fügen Sie es zusätzlich als "neues Objekt" auf diesem Bild ein.
Nehmen Sie nun eine Bildecke und schieben Sie diese über die Diagonale so, dass das neue Bild in der Größe der Vorlage angepasst wird. Die Verkleinerung über die Diagonale ist deshalb sinnvoll, weil bei den meisten Grafikprogrammen so das Seitenverhältnis des Bildes bestehen bleibt. In meinem Fall bleibt oben und unten
der schwarze Rand der Papierfarbe stehen - während die Breite des Bildes schon passt. Man sieht auf dem o.a. Bild sehr schön die sehr ungleichen Seitenverhältnisse. Mein Ausgangsbild weist mit 1536 * 1024 Pixeln ein Seitenverhältnis von 1,5 : 1 auf und unser Standard-DVD-Bild mit 720 * 576 Pixeln ein Seitenverhältnis von 1,25 : 1. Das auch noch
mögliche Format von 704 * 576 Pixeln
hingehen hat ein Seitenverhältnis von 1,3333 : 1 bei einem Pixel Aspect
Ratio (PAR) von 54/59. Details sehen Sie unter
Nun kann man die "Formatumwandlung" nach der o.a. Methode mal bei einem Bild machen - bei einer Bilderserie von 100 oder 200 Bildern verbietet sich das aber. Da muss man auf automatisierte Umwandlungen zurückgreifen. Sehr einfach geht das mit
Ich selbst nutze dafür Jasc Image Robot von
Oben eingekringelt sehen Sie mein Ausgangsformat. Im Prinzip durchläuft jetzt jedes meiner Fotos drei oder vier weitere Arbeitsschritte. Im ersten Schritt bringe ich das Foto auf das richtige Seitenverhältnis. Und zwar mache ich das durch anfügen eines schwarzen Randes oben und unten. Wenn man den Artikel von "Karl" genau ansieht, wird man erkennen, dass eine Mischung aus 704 * 576 Pixel und 720 * 576 Pixel ein guter Weg ist. Wichtig ist es dabei, dass ein Kreis auf dem Bild auch ein Kreis auf dem Fernseher bleibt. Mein Ausgangsbild hat 1536 * 1024 Pixel. Um das Format nun auf ein für den Fernseher typisches 4:3-Format zu bringen, teilen wir 1536 durch 4/3. Also 1536 * 3 / 4 oder anders dargestellt 1536 / 1,3333333 = 1152. Ein Bild mit dem 4/3-Verhältnis sollte also 1536 * 1152 Pixel groß sein. Mein Bild hat aber nur 1536 * 1024 Pixel. Wir ziehen nun von den 1152 Pixel die 1024 ab und die teilen wir durch zwei. Damit ergibt sich folgende Rechnung: (1152 - 1024) / 2 = 64. Für das richtige Seitenverhältnis muss ich also oben und unten je einen 64 Pixel breiten Streifen ankleben.
Aus meinem Bild mit 1536 * 1024 Pixeln wird also ein Bild mit 1536 * 1152 Pixel. Im nächsten Schritt "resize" ich das Bild auf 704 * 576 Pixel - ich passe es also in der Größe auf ein typisches DVD-Format an.
Im dritten Schritt wird links und rechts noch ein 8 Pixel breiter Streifen angefügt um das 720*576-DVD-Format zu erhalten.
Das Ergebnis ist somit etwa folgendes Bild:
Nun werden Sie fragen, was soll der ganze Aufwand. Meine Bilder- oder Foto-Programme machen dieses "resizen" doch vollautomatisch. Das mag sein, kann ich da nur sagen - aber sie machen es nicht richtig. Fast keines der von mir untersuchten Programme hat die Bilder im richtigen Seitenverhältnis wiedergegeben. Wollen Sie Eierköpfe und lange Hälse vermeiden, so machen Sie den Praxistest. Nehmen Sie mit dem Fotoapparat großformatig einen Kreis, einen Ball oder einen Teller auf oder fügen Sie nachher einen Kreis in das Foto ein
und vermessen Sie den Kreis auf dem Monitor oder Ihrem Fernseher mit einem "Klappmikrometer" - auch Zollstock genannt. ;-) Nur wenn der Kreis nachher wirklich auch auf dem Fernseher rund ist, haben Sie die Gewähr für das richtige Seitenverhältnis. Kommen wir nun zu der Bildqualität als solcher: Für die weitere Betrachtung schauen wir uns einmal den rechtem Arm meines Fotomodells an. Dieser Arm wird uns jetzt durch den restlichen EDV-TIPP begleiten. ;-)
Das o.a. Bild zeigt eine Ausschnittvergrößerung (600%) des Originalbildes. Nach der Anpassung auf 720 * 576 Pixel sieht die Ausschnittvergrößerung so aus (Bild unten und alle anderen Vergleichbilder wurden auf 600% vergrößert um die Detailauflösung gut sehen zu können und dann durch eine Verkleinerung von 60% auf diese Website angepasst):
Bedingt durch die geringere Zahl der Bildpunkte bekommen wir bei dem schräg verlaufenden Arm sehr schön kleine Klötzchen zu sehen. Nun kann man viel Zeit und Aufwand in das "Resizen" von Fotos stecken. Man kann dafür bei einigen Programmen z.B. Filter (wie "nearest, spline oder linear) benutzen, um hier eine möglichst optimale Kantenglättung hinzubekommen. Doch seien Sie sich darüber im Klaren, je weniger Bildpunkte so ein Bild hat, um so mehr sehen Sie das Problem bei schräg verlaufenden Linien - wie hier im Arm der Hemdbluse. Als Basis hatte ich nun einige hundert Fotos, die alle auf DVD sollten. Und so stand die Suche nach einem geeigneten Programm an. Den Leuten, die keinen DVD-Brenner haben und die CD
bevorzugen, möchte ich gerne
das Freeware-Programm
Ich habe es bewusst nicht in meinen Test mit einbezogen, weil es meinen Anforderungen nach dem DVD-Format nicht erfüllte. Aber es ist für einfache Fotos schlicht spitze. Nachstehend finden Sie die Programme, die bei mir in die engere Wahl gekommen sind. Ich habe mich dabei nicht nur bei reinen Dia-Show-Programmen für "Digitale Fotoalben" umgesehen, sondern auch einige der neuen Allrounder unter die Lupe genommen: Fangen wir mal mit dem
PowerDirector Pro (Ver. 2.5) aus
dem Hause
Die Bedienung war einfach und die englischsprachigen Menüs kann man selbst in der Demo-Version mit einem deutschen Sprachpaket updaten. Die Übergänge von einem Foto zum anderen waren recht schön zu gestalten. Da war so ziemlich alles was das Herz des Profifilmers erfreut. Nun habe ich eine Vielzahl von Bildern auf der Timeline angeordnet, meine Überblendungen gestaltet und den so entstandenen Film mit Musik hinterlegt. Das Ergebnis war ein MPEG-Stream, den man mit Bordmitteln auf DVD brennen kann. Hier sehen Sie mein Referenzbild als Ergebnis der PowerDirector Pro - Bearbeitung:
Zuerst dachte ich, ich müsste meine Brille putzen, doch das Bild ist wirklich unscharf. Viele Hersteller von Software für "Digitale Fotoalben" bedienen sich eines Weichzeichners oder vergleichbarer Filter. Künstlerisch kann man solche Weichzeichner bei
Nun gut - die Hersteller verhindern damit ggf. Flimmererscheinungen am Fernseher und somit blieb mir nichts anderes übrig, als die Bilder am Fernsehen selbst anzusehen bzw. ansehen zu lassen. Ein einziges herausgelöstes I-Frame aus einem MPEG-Stream kann zwar die Richtung deuten und auch was über Bilddetails und Artefakte aussagen, es ersetzt jedoch nie die eigentliche Bildbetrachtung. Und zur Bildbetrachtung gehört auch eine bestimmte Hardware. Bei dem einen ist es ein alter 50 Hz Fernseher mit Kathodenstrahlröhre. Der nächste hat schon einen 100 Hz Fernseher, wieder ein anderer nutzt eine "Aufprojektion" mit LCD- oder Röhrenprojektor, oder gar das DLP-Verfahren. Andere wiederum schwören auf eine "Rückprojektion" und eine Bildumlenkung über Spiegel. Und wieder andere sagen, alles Schrott, nur das Plasmaprinzip ist die wahre Darstellung. Ich kann also immer nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich in irgendwelchen Newsgroups lese, das dieser oder jener Encoder bessere Bilder liefert als ein anderer. Denn gleichzeitig stelle ich mir die Frage, wie hat das jemand getestet. Und dann entbrennt ein Streit von Fans und Gegnern eines bestimmten Programms und alle behaupten, ihr Encoder sei der beste. Leute, wir reden hier über verlustbehaftete Komprimierung und das kann man nur mit einem (empirischen) Blindtest mit zahlreichen Probanden (die nach Möglichkeit nicht blind sein sollten) auf unterschiedlichen Hardwareplattformen im Detail untersuchen. Kommen wir jedoch auf unser scheinbar unscharfes Bild zurück. Meine Probanden fanden das unscharfe Bild - auf einem 50 Hz Fernseher dargestellt - angenehm ruhig und noch scharf genug in der Gesamtdarstellung der Bildabfolge. Sie können also nur immer für sich selbst verschiedene Programme und Encoder vergleichen. Erheben Sie damit aber bitte keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Ein anderer Betrachter wird ggf. (auf einer anderen Hardware) zu einem ganz anderen Ergebnis kommen. Um Ihnen jedoch ein Gefühl für Auflösung und Schärfe zu vermitteln, nutze ich auch weiterhin einzelne Frames aus den jeweils erzeugten MPEG-Film. Sie sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass eine andere Betrachtungshardware auch zu einem anderen optischen Gesamteindruck des Bildes führt. Alle Prüf-Bilder wurden übrigens aus dem MPEG-Stream mittels
Doch machen wir einfach mal weiter mit unseren Bildprogrammen: Eine mögliche Alternative zu dem
Wer allerdings nur Fotos brennen will, kann auch das Programm "
Das Handling der Bilder ist bei beiden MAGIX-Programmen ähnlich und da
sich beide Programme auf die
In der weiteren Betrachtung konzentriere ich mich somit auf das
universelle Programm
Das Internet ist voll mit Lobeshymnen zu dem Programm, doch leider kann ich mich daran nicht so ganz beteiligen. Beim Beenden des Programms kommt es immer zu einer ungeklärten Absturzfehlermeldung und auch das Seitenverhältnis der Bilder war mit Bordmitteln nicht richtig hinzubekommen. Das Programm ist aber hinsichtlich der MPEG-Ergebnisse beim bewegten Film wirklich nicht schlecht und auch im Preis mit knapp 100,- Euro im Rahmen. Bei einer DiaShow gibt es jedoch so einige Fallstricke. Doch der Reihe nach. Ich habe die Timeline mit meinen Bildern einfach nach MPEG konvertiert:
Und das ist das für mich 'erschütternde' Ergebnis:
Schauen Sie sich mal im obigen Bild die starke Klötzchenbildung auf der Schulter an. Ein Programm in der Preislage darf sich solche Fehler eigentlich nicht erlauben. Nun wollte ich es genau wissen und habe mir zur Sicherheit nur ein einfaches AVI erzeugt:
Und siehe da.
Nun kann ich Bedienfehler nie ausschließen. Doch wo soll man einen Bedienfehler machen. Die Masken sind übersichtlich und das "benutzerdefinierte Format" ist mit 720 * 576 Pixel so definiert, wie ich es für DVD brauchte und wie es auch dem Ausgangsformat entsprach. Das Programm hatte also noch nicht mal eine Bildgrößenänderung zu machen. Das Ergebnis war übrigens vollkommen unabhängig vom genutzten Codec. Das es besser geht, zeigt der Vergleich zwischen einem AVI, das mit Magix erzeugt wurde und einem AVI, das mit einem Schnittprogramm wie z.B. Ulead MediaStudio oder Adobe Premiere hergestellt wurde.
Irgendwo legte Magix da nochmals Hand an. Doch wo? Mit etwas Hilfe vom Magix-Support zeigte es sich, dass der Anti-Flimmer-Filter zugeschlagen hatte. Der Anti-Flimmer-Filter sucht im Bild nach vertikalen Kontrastunterschieden (Kanten) und verdoppelt nur in diesem Bereich die Zeilen, deshalb die Klötzchenbildung in meinen Testbildern an der Schulter.
Von Hause aus ist dieser Filter immer eingeschaltet. Abschalten können Sie ihn im Menüpunkt "Video-Cleaning" (zu erreichen indem Sie ein Bild markieren und dann die Umschalt-Taste und ein "x" drücken) und dort auf der Karteikarte "De-Interlace." Sollten Sie die Karteikarte nicht sehen, so haben Sie vermutlich noch die alte Version 2.0 installiert. Mit einem Update auf 2.06 sehen Sie etwa das o.a. Bild. Nach Meinung von Magix bringt diese Einstellung eine "große Bildberuhigung am Fernseher und ist (...) die bessere Lösung, als die grobe Anwendung eines Weichzeichners. Auf einem Fernseher sollte das Bild mit Anti-Flimmer-Filter deutlich ruhiger aussehen." Ja, für horizontale Linien bzw. vertikale Kontrastunterschiede mag das stimmen und auch eine ganz pfiffige Lösung sein, für meine Testbilder mit Büschen und Bäumen stimmte das leider nicht. Die sahen aus als wenn der Wind da durchhuscht. Sie flimmerten auch mit dem Magix-Anti-Flimmer-Filter recht störend. Optimale Ergebnisse bekam ich nur mit einem ext. Weichzeichner oder über die eingebaute "Bildschäftefunktion".
Hier nun das Ergebnis ohne die Flimmer-Filterung und andere Tricks:
Zwar hat mich das Bild (unter Verwendung der Standardeinstellungen) immer noch nicht so richtig begeistert, aber da kann man mit den vielen Einstellmöglichkeiten sicher noch bessere Ergebnisse produzieren. Das Programmpaket als solches ist ein Rundum-Sorglos-Paket, bei dem alle notwendigen Funktionen integriert sind. Dennoch sollten Magix
die Hilfedatei in der nächsten Version verbessern. Die Eingabe des
Suchwortes "Flimmer" brachte leider keine Ergebnisse und auch der
Support scheint mir verbesserungsbedürftig. Als "Normaluser" hört man
recht wenig auf eine direkte Mail. Aber das hatten wir ja auch schon bei Ulead
bei unserem
Alles in allem kein schlechtes Paket. Gefehlt hat mir lediglich eine 90 Grad Drehung bei "MAGIX video deLuxe 2.06 Plus" (im "MAGIX Fotos auf CD & DVD 2.0" ist sie enthalten) und ein 'richtiges' automatisches "resizen". Wobei die MPEG-Einstellung viel Bastelarbeit ist!
Als sehr schlecht muss ich jedoch das eingebaute Hilfe-Menü bezeichnen. Zu wirklichen Fragen findet man dort außer einigen allgemeinen Aussagen keine Hilfe. Hier nun sehen Sie das Ergebnis aus der DiaShow von WOC 6.0 DVD
Die Schulter ist einwandfrei und unverändert und auch hier hat ein evtl.Weichzeichner nicht automatisch zugeschlagen. Das ein oder andere Foto fällt jedoch in der Standardeinstellung durch ein störendes Flimmern auf 50 Hz Fernsehern auf. WinOnCD liefert jedoch zahlreich ganz nützliche Werkzeuge, mit mit denen man die Schärfe jedes einzelnen Fotos nachbearbeiten kann, um das Flimmern zu vermeiden:
Vermisst habe ich an dieser Stelle eine 90 Grad Drehmöglichkeit für meine Fotos, da die eingebaute Funktion ein Foto immer nur um 180 Grad drehen kann. Haben Sie die Fotos aber eingefügt, so können Sie diese über einen "Rechtsklick" auf das Foto und dann über Eigenschaften in der Karteikarte "Darstellung" um 90, 180 oder 270 Grad drehen. An dieser Stelle können Sie auch (über die Karteikarte "Text") einen individuellen Text für jedes Foto einfügen. Gefehlt haben mir dann nur noch animierte Übergänge von einem Foto zum anderen. Verbesserungsbedürftig sind auch die fest vorgegebenen Menüstrukturen. Da würde sich mancher ambitionierte Hobbyfotograf über mehr eigene einfachere Gestaltungsmöglichkeiten freuen. Während Roxio mit WinOnCD in früheren
Versionen genau wie "MAGIX Fotos auf CD
& DVD 2.0" auf die
Einer der vielen anderen
Die MPEG-Wandlung, die fast keinerlei Einstellmöglichkeiten zulässt, ist als "befriedigend" zu bezeichnen.
Etwas versteckt findet der User unter "Extras" die Möglichkeit eine Diashow zu erstellen:
Die Funktionen sind etwas rudimentär und es hat so den Anschein, als wenn diese DiaShow-Erstellung so gar nicht richtig ins Gesamtpaket gehört.
Das Bild ist als konturenreich und scharf zu beurteilen - neigt aber auf einem 50 Hz - Fernseher zu deutlichem Flimmern. Die Bearbeitungsmöglichkeiten bleiben hinter den meisten Programmen zurück und echte Überblendungen sind genau wie auch bei WinOnCD leider nicht möglich. Die DiaShow-Vorausschau habe ich auf meinem Rechner trotz langer Fehler-Suche nicht zum Laufen bekommen.
Zwar besitze ich all diese Programme, würde aber nie auf die Idee kommen, damit meine Fotos auf eine DVD zu bringen, da jedes der Programme so seine Nachteile hat. Eines produziert mir zu viel Unschärfe, ein anderes ist mir einfach zu komplex und zu umständlich zu bedienen und dem dritten fehlen so einfach Funktionen wie eine 90 Grad Drehung, Soundunterstützung oder animierte Übergänge.
Als Nachteil hatte ich die Begrenzung auf 99 Bilder empfunden. Hier nun das Bild aus dem entsprechenden MPEG/VOB-Stream:
Der Ausschnitt sieht hinsichtlich der Kanten recht sauber aus, man sieht aber, dass auch diesem Bild deutlich "Schärfe" fehlt. Während des Testlaufes schneite mir noch die
englischsprachige
Ulead DVD PictureShow (DCS2) (im deutschen Handel als "FotoBrennerei" angeboten) (Preis lt. Hersteller 49,95 Euro):
Hier ist die Beschränkung auf 99 Bilder offensichtlich aufgehoben und wir finden auch sehr schöne Überblendungen im Programm. Die Bildqualität ist nach meinem Eindruck kaum noch zu verbessern. Das Programm schärft allerdings die Kanten etwas nach:
Leider führt das je nach Betrachtungshardware zu einem stärkeren Flimmern, dass sich auch nicht mit dem eingebauten Anti-Flimmer-Filter beseitigen lässt. Mir persönlich scheint gerade dieser Filter noch nicht sehr ausgereift zu sein, denn ein Nachschärfen der Kanten ist gar nicht immer gewünscht. Da Uleads "DVD PictureShow" von Hause eine ganz ordentliche Formatanpassung vornimmt, es also die Fotos selbst "resized", reicht es meist aus, die Ausgangsbilder ein oder mehrmals (z.B. mit Jasc Image Robot) zu "soften".
Bei einem 50 Hz Fernseher habe ich ganz gute Ergebnisse mit zweimaligem "soften" erreicht.
Das "Soften" ist im Prinzip übrigens die Nutzung eines klassischen Weichzeichners schlechthin. Er nimmt ausgewählte Objekte oder Details optisch etwas zurück oder zeichnet das kpl. Bild etwas weicher. Ganz vorzüglich war die musikalische Untermalung. Man zieht einfach das notwenige (entsprechend lange) Musikstück auf die "Timeline" und beim letzen Bild schneidet das Programm den Musiktitel ohne Zutun auf Länge und blendet ihn automatisch aus. Von der Bedienung und vom Ergebnis her kann man da nur ein "sehr gut" vergeben. Dennoch würden der Software individuelle integrierte Bearbeitungsmöglichkeiten, wie ich sie von WinOnCD 6.0 DVD kenne, gut zu Gesicht stehen. Ulead hat sich damit beholfen, das zur "FotoBrennerei" ein sehr leistungsstarkes separates Programm mit dem Namen Ulead Photo Explorer 8.0 gehört.
Mit Hilfe dieses Programms können Sie sehr individuell Hand anlegen und auch die Bildschärfe in einem Rutsch mit nur ein paar Mausklicks für alle Fotos anpassen.
Besonders begeistert hat mich auch die wirklich einfache Möglichkeit, das "rote Augen - Problem" in den Griff zu bekommen.
Wenn Sie also meine Meinung hören wollen: Mit dieser
Software von
Als Hobby-Filmer habe ich mir nun angewöhnt, meine Bilder nicht nur einzeln oder als Stream auf DVD zu legen, sondern bei bestimmten Projekten auch das "stehende" Bild mit dem "bewegten" Bild zu verbinden. Nein, nicht in einem Stream - das geht natürlich auch, sondern durchaus getrennt aber zumindest auf einer DVD. Ich will es einmal an einem Beispiel machen: Da hat jemand eine Hochzeit oder eine Taufe und Sie drehen einen tollen super Videofilm, den Sie in einer Länge von 30 oder 40 Minuten auf DVD bringen und ein anderer macht wunderschöne digitale Fotos und auch die kommen auf die selbe DVD. Verbunden lediglich über das DVD-Menü. Der Betrachter legt nun die DVD ein und kann im Eingangsmenü wählen, ob er den echten Videofilm oder den Stillpicture-Stream sehen will. Sie können das sehr schön machen, indem Sie keine fertige DVD brennen, sondern Ihr Projekt auf Festplatte schreiben, um dann den MPEG- oder VOB-Stream mit den Stillpictures aus einem der o.a. Programme in einem sep. Authoringtools mit Ihrem "bewegt" Video zu verbinden.
Eine ganz andere Möglichkeit haben Sie natürlich mit Schnittprogrammen wie z.B. Ulead MediaStudio oder Adobe Premiere. Zwar sind die Möglichkeiten gar vielfältiger - Sie verbraten aber bei der Gestaltung auch eine Unmenge an Zeit. Wir machen das hier wieder mal nur so zum Spaß am Beispiel Ulead MediaStudio. Wie schon so oft, bildete die "DV"-Einstellung die Basis; mit Digital Video, PAL und einer Toncodierung in PCM 48.000 Hz. Dann fügen Sie auf Ihrer Timeline die entsprechenden Bilddateien ein:
Am besten geht das, indem Sie im entsprechenden Unterverzeichnis zuerst die letzte Datei markieren und dann die Shift- oder Großschreibtaste drücken und dann die erste Datei, die Sie einfügen wollen.
Damit sollten im Fenster Dateiname alle entsprechenden Bilddateien aufgelistet sein. Unter "Dauer" definieren Sie die Verweildauer eines jeden Bildes (alle Bilder werden dabei aber gleich behandelt). Im nächsten Schritt haben Sie jetzt alle Bilder auf der Timeline und können hier sehr schön Ihren Stillpicture-Film gestalten. Wenn Sie fertig sind, können Sie Ihren AVI-Film auf Platte "rendern". Ich selbst nutze dazu den Vollbildmodus, da ich bei stumpf geschnittenen Bildern keine Bewegung im Bildverlauf habe. Machen Sie jedoch animierte Stillpictures oder Zoomfahrten auf ein bestimmtes Bild, so fahren Sie mit der Field-Reihenfolge "A" oder "B" sicher besser. Hier einmal die Ausschnittvergrößerung aus dem AVI:
Dieses AVI wandeln Sie nun in einen MPEG-Stream um. Ich habe das mal mit den typischen Encodern gemacht. Dabei kann man vermutlich noch die ein oder andere Verbesserung erzielen. Im ersten Schritt hatte ich die Standardeinstellung genommen und nur an der ein oder anderen Stelle etwas nachgearbeitet. Lassen Sie die Bilder einfach mal auf sich wirken: Hier das mit
Hier ein mit
Leider brachten die Standardeinstellungen keine besseren Ergebnisse. Ich habe bewusst nur die Standardeinstellung genutzt, denn als Laie will man sich nicht unbedingt mit jedem Bit und Byte herumschlagen.
Da ich
Nach meinem Eindruck kann und muss man hier die Note gut bis sehr gut vergeben werden. Allerdings ist auch der Preis entsprechend.
In der Gesamtheit wurde es durchweg mit "gut" bewertet. Störend fand ich jedoch z.B. die recht harte Kontrastlinie am Mittelhandknochen der rechten Hand.
Der
Bei einem Bewegt-Stream hatte ich bis jetzt für mich selbst etwa folgende Qualitäts-Reihenfolge: Canopus, (CCE), TMPGEnc, Mainconcept, WinOnCD, MAGIX und dann bbMPEG. Wobei - wenn man etwas "Unschärfe" in Kauf nimmt, schneidet der Mainconcept-Encoder etwas besser als der TMPGEnc ab. CCE hatte ich dabei immer in Klammern, da ich den selbst nicht besitze, sondern mein Wissen nur auf Veröffentlichungen oder Tests von Bekannten stützen kann. Ganz anders sieht es nun bei stehenden Bildern aus. Die wandelt man zwar nur dann in einen Stream, wenn man begleitende Musik und animierte Übergänge hat, aber wie Sie oben gesehen haben, gibt es dazu auch div. Lösungsansätze. Hier nun meine persönliche Hitliste für die Umwandlung meines Stillpictures-AVIs in einen MPEG-Stream:
Alle Preise aus Feb. 2003 nach Herstellerangaben. Beachten Sie preisgünstige Angebote im Handel oder evtl. Updatemöglichkeiten. Berücksichtigt man das Preis/Leistungsverhältnis, so ist TMPGEnc immer noch die erste Wahl. Aber nur dann, wenn Sie Ihre Bilder selbst als AVI zusammenbauen. Haben Sie jedoch für eine Speziallösung knapp 50,- Euro übrig
und hassen Sie Bastellösungen, so kann ich
Achtung!
*) Leider nicht mehr online
|
|
| ||