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Im letzten EDV-TIPP hatte ich den
Heute habe ich in diesem Zusammenhang noch zwei praktische Anwendungen zur "Verbesserung" einer SVCD und einer VCD (speziell ein Photoalbum mit WinOnCD erstellt). Fangen wir mal mit der SVCD an.
Sie finden Nero oder ein anderes Brennprogramm viel besser, zumal Ihr DVD-Player die von Nero gesetzten Pausen zwischen den einzelnen Segmenten ohne merkbaren Ruck verarbeiten kann. Sie möchten aber dennoch gerne die Vorzüge von VCDImager mit Nero oder WinOnCD kombinieren, um z.B. einen Film spulen oder bestimmte Punkte anspringen zu können. Sie legen sich also z.B. in Nero ein SVCD-Profil an und "ziehen" Ihre SVCD-kompatiblen - MPEG-Files in das linke untere Fenster: Dann doppelklicken Sie wie gewohnt jeden Stream und stellen die Pause nach jedem Track auf "Null":
Bitte glauben Sie nun nicht, dass die im letzten EDV-TIPP beschriebenen 172 leeren Sektoren auf der CD damit auf "Null" gehen. Aber das verkürzt zumindestens die "Wait-Zeit". Wählen Sie nun mit Hilfe des Schiebreglers auf der Karte "Menü" das Bild innerhalb des Streams aus, das später auf der Übersicht angezeigt werden soll. Wenn Sie wollen, können Sie auch noch einen Namen für den Titel vergeben.
Wenn Sie die Karte übrigens nicht sehen, haben Sie nach dem Start von Nero im Bereich "Neue Zusammenstellung"; Karteikarte "Menü", vergessen, das Menü zu aktivieren. Wenn Sie also mit all Ihren Arbeiten fertig sind, brennen Sie keine CD, sondern legen eine Imagedatei auf Ihrer Festplatte von der zukünftigen CD an. Also ein Abbild der CD in einem File mit der Endung "nrg". Sie aktivieren dazu die Rekorderauswahl
und dann anstelle Ihres CD-ROM-Laufwerkes den "Image Recorder"
Wenn Sie nun den Brennvorgang starten, habe Sie die Möglichkeit, eine Image-Datei mit der Endung "nrg" anzulegen.
Im nächsten Schritt machen wir daraus eine richtig tolle SVCD - und zwar mit dem VCDImager. Ich habe dazu die noch "unstabile" Version "vcdimager-0.7.9.win32" genutzt. Und zwar speziell das Programm VCDXRIP (ist in dem Paket "vcdimager-0.7.9.win32" mit drin) über den Befehl:
"Vcdxrip" ist der eigentliche Programmaufruf. Über den Parameter "--nr-file" sage ich dem Programm, dass die Quelle ein Nero-Image ist. Und die Quelle selbst liegt bei mir auf Laufwerk "h:\" mit dem Namen "image_dao.nrg". Nun sehen Sie etwa folgenden Ablauf:
Das Ergebnis sind in meinem Fall folgende (aus dem Nero-Image extrahierte) Dateien:
Im Prinzip sind das wieder meine ursprünglichen MPEG-Dateien, das Nero-Eingangs-Menü-Bild und eine XML-Datei mit dem eigentlichen Wissen über die Struktur der CD.
Dazu verändern wir allerdings erst die XML-Datei ein wenig: Suchen Sie in der Datei nach folgender Sequenz: <selection id="selection-01">
Wesentlich besser wäre (steht sogar in den IEC62107 "as recommendation") <selection id="selection-01">
Wieso ist das besser? Nun, ein Standbild ist ja nicht dazu da, dass es schnell hintereinander neu geladen wird, oder? ;-) Speichern Sie nach dieser Änderung die XML-Datei wieder ab. Über die MS-DOS-Anweisung
übergeben wir die Befehle der Datei videocd.xml an das Programm VCDXBUILD (auch Bestandteil des VCDIMager-Paketes).
die wir problemlos zu einer echten CD brennen können. Wie das geht, habe ich im letzten EDV-TIPP zum Thema
Nun wissen wir noch aus dem Tipp
Die über den Umweg VCDImage erstellte "Nero"-SVCD hat nun die fehlende Datei "Scandata.dat".
Und zwar nicht nur eine Blind-Datei wie ursprünglich in dem alten
Wenn Sie die o.a. DOS-Befehle nun in eine BAT-Datei packen, können Sie ohne viel Aufwand aus einer nicht ganz fertigen Nero-CD (vermutlich brauchen die Entwickler bei Ahead noch etwas, bevor sie begriffen haben, wie es richtig funktionieren sollte) eine richtige SVCD machen. Dank des Authoring-Programms
Im nächsten Schritt "verbessern" wir das Photoalbum von WinOnCD mit Hilfe des VCDImagers.
Im EDV-TIPP
Nun hat dieses WinOnCD-Photoalbum auf Basis einer VCD den Nachteil, dass es nicht auf allen DVD-Playern läuft. Ob Ihnen mein Vorschlag hilft, diese Hürde zu überwinden, können Sie ja mal selbst erproben. Andere User hingegen haben das Problem, dass Sie die HTML-Strukturen auf der CD überhaupt nicht benötigen - sie kosten nur Platz. Andere User hingegen benötigen die Originalbilder (die ja mit auf die CD kopiert werden) überhaupt nicht. Wieder andere User wollen an allen möglichen und unmöglichen Stellen Unterverzeichnisse und Files einfügen. Also, versuchen wir einmal das Photoalbum auf ein Minimum zu reduzieren und dann zu einer neuen VCD zu machen. Verstehen Sie diese Beschreibung nur als Anregung für eigene Versuche. Ich möchte Ihnen nur die Scheu vor den Werkzeugen nehmen. Die Gestaltung "sinnvoller" Anwendungen liegt ganz in Ihrer Hand. Wie man ein solches
Beim "Brennvorgang" wählen Sie also den Button "CD-Image" und erstellen eine Datei mit der Endung "c2d". Über "Start", "Programme", "CeQuadrat" wählen Sie nun den
CD-ROM Emulator und laden diesen. Ist das Ladeprogramm gestartet, wählen Sie Ihr Image aus und "legen" damit die virtuelle CD ein.
Bei mir ist die "CD" mit dem Photoalbum nun in Laufwerk "Z". Über CDRWin von
Mit dem Programm "CDmage", einem CD image handling tool (Quelle:
können Sie sich nun den Inhalt der Bin-Datei ansehen, nachdem Sie das entsprechende Cuesheet geladen haben.
Sie sollten Platz auf Ihrer Platte haben, denn der Befehl "vereinzelt" alle Daten der Image-Datei. Am Ende des Prozesses steht Ihnen wieder die bereits bekannte "videocd.xml" zur Verfügung. Diese können Sie nun fast nach Belieben nachbearbeiten:
Ich habe hier z.B. den "Folder" HTML kpl. entfernt. Und auch die AUTORUN.INF und die START.HTM sind meiner Streichwut zum Opfer gefallen:
Auf die gleiche Art und Weise können Sie aber auch beliebige Unterverzeichnisse und Dateien in die Struktur einfügen. Nachdem meine Änderungen an der XML-Datei abgeschlossen waren, habe ich diese als "videocd2.xml" wieder auf die Festplatte zurückgeschrieben. Je nach Version des VCDImager und vermutlich je nach Ausgangsfile, kann es sein, dass die Datei "avseq01.mpg" mit "0"-Byte auf Ihrer Festplatte steht. Das Programm hatte bei mir zumindest ein solches Problem. Herr Riedel vermutete eine fehlerhafte Image-Datei. Wie dem auch sei, ich habe das Problem über einen kleinen Umweg gelöst. Und auch Sie können sich, für einen vergleichbaren Fall, aus dem Internet das Programm VCDGEAR (unter
Der Autor von "vcdgear" schreibt übrigens im Handbuch zur Nutzung "This application is (also) free for public use". Aktuell ist gerade die Version VCDGear v1.6d (siehe:
Was macht nun das Programm im Detail? Wir rufen es mit folgendem MS-DOS-Befehl auf:
VCDGEAR16 wandelt u.a. (wie auch der VCDImager) DAT-Dateien einer Video CD (nicht SVCD) wieder zurück in MPEG-Dateien. Und genau das machen wir nun mit der Datei "avseq01.mpg". Ein DAT-File ist im Prinzip ein MPEG-File, nur ein wenig größer. Es beinhaltet neben dem eigentlichen MPEG-Stream noch eine "Fehler-Korrektur-Information" und eine "Sektor-Information". Durch die Behandlung mit VCDGear reduzieren wir das File auf die eigentliche MPEG-Information.
erstellen wir aus den 'vereinzelten' Dateien und der überarbeiteten XML-Datei nun wieder eine bin- bzw. cue-Datei mit dem Namen "videocd.*". In diese fertige Datei können Sie wieder mit "CDmage" hineinsehen. Im nächsten Bild habe ich die Original- (photo.cue) und die mit dem VCDImager veränderte Image-Datei (videocd.cue) einmal gegenübergestellt. Sie sehen sofort, dass das Unterverzeichnis HTML verschwunden ist:
Das bedeutet, Sie schleppen nicht mehr so viel Ballast auf der VCD herum. Es geht also mehr VCD-Information auf eine CD. Aber zu dem Nachteil, dass diese CD nicht mehr so universell einsetzbar ist wie das Original-Photoalbum - erstellt mit der WinOnCD-Software. Ein weiterer Vorteil ist aber sicher, dass Sie absolut frei sind hinsichtlich der Gestaltung - wenn Sie einmal verstanden haben mit den Tools umzugehen. Im letzten Schritt brennen wir aus der Bin/Cue-Datei nun wieder mit CDRWin eine fertige CD.
Über die Funktion "Compare" können Sie Original und Kopie vergleichen.
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