Ulead MediaStudio Pro 6.0 und Ligos LSX 



Zahlreiche EDV-TIPP-Leser haben mich gefragt, warum ich denn so umständlich mittels TMPGEnc meine AVIs umsetze und nicht direkt vom Ulead MediaStudio Pro 6.0 auf das MPEG-2-Format rendere.

(Zum Einstieg in das Thema können Sie sich ja evtl. nochmals meinen EDV-TIPP "Videoschnitt" zu Gemüte führen.)

Bei der Fileauswahl müssen Sie anstelle AVI die Endung MPG auswählen, sonst bekommen Sie die nachstehenden Optionen nicht zu Gesicht.

Die mit der deutschen Version von MediaStudio gelieferte Version war mir persönlich zu schwach. Wenn Sie sich beim Rendern für MPEG entscheiden, sehen Sie folgende Einstellmöglichkeiten:

Schließen Sie Ihr MediaStudio bitte wieder und suchen Sie auf Ihrer Festplatte die Datei "ulead32.ini". Rufen Sie die Datei mit einem Text-Editor (z.B. Notepad) auf und ergänzen Sie im Bereich [VIODRIVER] die Zeile "Advance=1". 

Bei dieser Gelegenheit können Sie auch noch die Ulead vorgeschlagene Änderung von SeqHeader=0 in SeqHeader=1 zur Verbesserung der "Leistungsfähigkeit" machen (vergl. http://www.ulead.de/tech/msp_ftp.htm).


Wenn Sie MediaStudio nun wieder aufrufen, finden Sie einen zusätzlichen Button mit der Bezeichnung "Komplex".

Wenn Sie darauf klicken, bekommen Sie ein Einstell-Menü, das etwa so aussieht:

Immer noch sehr schwach im Verhältnis zu anderen Programmen.

Im Internet finden Sie eine Trail-Version von MediaStudio Pro in englischer Sprache. Wenn Sie aus dieser Version die nachfolgenden Dateien isolieren und in das Verzeichnis Ihrer deutschen Version kopieren (Achtung: alte Dateien vorher sichern), dann eröffnen sich die ganzen Möglichkeiten von Ligos:


Sie sehen plötzlich ganz neue Karteikarten:

 

Wer will, kann sich hier voll austoben. Ich persönlich nutze diese Form der MPEG-2 - Umwandlung nicht. Die Qualität reicht mir nicht. Die "Klötzchenbildung" ist mir einfach zu groß. 

TMPGEnc ist hier deutlich besser!

Aber wer sich von meiner subjektiven Bewertung nicht abschrecken lässt, wird spätestens, wenn er den MPEG-2-Stream auf eine SVCD brennen will, schon wieder ein Problem bekommen.

Denn glauben Sie nicht, dass Sie die so erstellten MPEG-Files mittels Nero zu einer SVCD verwandeln können.

Nero prüft zwar:

Meldet dann aber folgenden Fehler:


Nero (Version 5.0.3.1) glaubt, dass es sich bei dieser MPEG-2-Datei um ein MPEG-1-File handelt, obwohl dies, wie das nachfolgende Bild des BiteRate Viewers von Teco eindeutig zeigt, eine MPEG-2-Datei ist.

.

Programme wie I-Author von EnReach Technology kommen im Gegensatz von Nero übrigens sehr gut mit dem Ligos-Stream zurecht, da sie den Benutzer zwingen den MPEG-Stream neu zu multiplexen.

Doch auch in unserem Fall hilft TMPGEnc weiter:


Von vielen Usern unbemerkt verbergen sich im File-Menü von TMPGEnc die "MPEG tools". Ruft man diese auf, kann man folgende Karteikarten sehen:

 


Mit Hilfe dieser "Basic-Funktion" demultiplexen Sie den Ligos-MPEG-Stream. Sie zerlegen ihn also wieder in einen Audio- und einen Video-Stream, um ihn dann anschließend mit der Funktion "Basic multiplex"

wieder zusammenzubauen.

Diesen Stream können Sie nun problemlos mittels Brennprogramm auf CD bannen. Ob Sie allerdings mit dem Ergebnis zufrieden sind, müssen Sie selbst entscheiden.

 

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