Es geht um eine CD, die all Ihre Fotos in unterschiedlichen Formaten speichern kann. Egal, ob Ihre Fotos über einen Scanner, einen digitalen Fotoapparat oder über eine CD von Ihrem Fotolabor kommen - das hier vorgestellte "Photoalbum" ist die "eierlegende Wollmilchsau". Eine mit WinOnCD erstellte Photoalbum-CD kann auf jedem PC mit einem Browser, alternativ mit einem speziellen Betrachtungsprogramm, sowie auch auf vielen DVD-Playern direkt am Fernsehen wiedergegeben werden. Schauen wir uns doch einfach einmal die Schritte an, die zur Erstellung einer solchen CD notwendig sind. Sie fangen nach dem Programmaufruf mit der Auswahl eines Projektes an:
Und zwar wählen Sie aus der Arbeitsgruppe "Video" die Projektart "Photoalbum" aus. Danach erscheint folgendes Bild.
Der Button "Editor" ist aktiv (nicht der Button "Tracks"). Über den Button "Einstellungen" in der Mitte des Bildes wählen Sie im Hauptmenü den Font, die Schriftfarbe und den Hintergrund aus:
Auf der Karteikarte Bildgröße definieren Sie, was Sie später sehen wollen:
Die Originalbilder haben in der Regel vermutlich keine Auflösung von 704 x 576 Pixel, sondern in meinem Fall eine Größe von 1636 x 1024, wenn sie als CD aus dem Fotolabor, oder 1536 x 1024 Pixel, wenn sie aus meinem digitalen Fotoapparat kommen. Also muss WinOnCD die Größe auf das Still-Picture-VCD-Format von 704 x 576 (bei PAL) umrechnen. Da Ihr Fernseher einen Teil des Vollbildes rechts und links unterdrückt, können Sie mit der o.a. Einstellung das Bild an den "sichtbaren Bereich" anpassen. Die Vorschau eines Bildes sieht damit etwa so aus:
Da mein Fernseher z.B. etwas asymmetrisch eingestellt ist, liegt das Bild des DVD-Players mit dieser Einstellung links zwar bündig an - auf der rechten Seite ist aber ein schwarzer Streifen. Ich habe mich deshalb für die klassische Darstellung "Bilder an Bildschirmgröße anpassen" entschieden. Damit die Leute keine langen Hälse bekommen, belasse ich das Seitenverhältnis der Bilder.
Wenn Sie "Bilder in Originalgröße zentrieren" anklicken,
bekommen Sie übrigens nur einen Bildausschnitt zu sehen:
Unter der Karteikarte "Allgemein" finden Sie folgende Einstellmöglichkeiten:
Auch wenn Sie sich nachher dafür entscheiden, dass die Anzeigedauer der Musik angepasst ist, sollten Sie hier eine Auswahl treffen. Inf steht übrigens nicht für "infamy" = Niedertracht, sondern für "infinite" = unendlich. Ich bin auf "Niedertracht" gekommen, weil ich hier direkt in eine von Roxio aufgestellte Falle gestolpert bin. Wenn Sie hier "unendlich" stehen lassen, funktioniert Ihre Video CD nachher zwar vollautomatisch und auch richtig (bei: Anzeigedauer der Musik angepasst), aber mit der Darstellung im Browser werden Sie nicht so recht glücklich. Wir werden etwas weiter unten sehen, dass ich meine Bilder 5 - 6 sec. lang stehen lassen möchte, also stelle ich hier anstelle von "inf" die Zahl 6 ein.
Wenn Sie den Haken aus "Benutze zum Hintergrund..." herausnehmen, können Sie die Textfarbe problemlos Ihren Wünschen anpassen. Um einen ersten Eindruck von der späteren Darstellung zu bekommen, klicken Sie auf die Bildvorschau für das Hauptmenü:
Es sollte nun folgendes Bild erscheinen:
Zur Sicherheit speichern Sie sich nun Ihre Projektdatei (*.cpj). Im nächsten Schritt bearbeiten wir die gewünschte Musik. Die Länge des oder der Musikstücke hängt von der Anzahl der Bilder und der Verweildauer auf dem Fernseher ab. Ich habe etwa 300 Bilder für das Album geplant und die Verweildauer soll ca. 5 Sekunden betragen. Sie können Ihren Ton nun mit WinOnCD zusammenstellen (dazu gehört zwar etwas Übung - aber es geht) oder auch ein anderes Programm dazu nutzen, um ein (!) Musikstück in der notwendigen Länge zusammenzuschneiden. Ich persönlich nutze Cool Edit 2000 von http://www.syntrillium.com. Bei 300 Bilder á 5 sec. muss ich also mind. 25 Minuten Musik haben:
Oben können Sie sehen, dass ich 7 Musiktitel zu einem File zusammengestellt (44100 Hz, 16bit, Stereo) habe. Das so erstellte File mit einer absoluten Länge von 29:22 Minuten und einer Größe von 296 MB übernehme ich im Programm WinOnCD aus dem Quellordner in das Photoalbum:
Mit einem Doppelklick auf das Musik-Symbol können Sie festlegen, wie das Verhältnis von Musik zu Bildern sein soll:
Sie können immer nur ein Musikstück wählen und das Musikstück wird automatisch das erste File im Album sein. Ich habe mich hier entschieden, dass die "Anzeigedauer der Bilder an die Hintergrundmusik angepasst" werden soll. Bei der o.a. Musiklänge und 300 Bildern ergibt sich also eine Verweilzeit von 5,8 Sekunden. Im nächsten Schritt habe ich die "Ansicht", "Quelle" auf "Browser" umgeschaltet, damit ich die Quell-Bilder als reale Bilder und nicht nur als File-Übersicht sehen kann. Vergessen Sie nachher nicht die Ansicht wieder zurückzustellen, sonst sehen sie keine File-Einträge, wenn Sie anschließend noch eine normale Daten-CD brennen wollen. Die Darstellung entspricht zwar nicht ganz der Wirklichkeit, wie man an der u.a. Darstellung sehen kann (die Software hat hier offensichtlich ein Darstellungsproblem - sie zeigt die Bilder oben im falschen Seitenverhältnis an, während sie unten richtig dargestellt werden (ohne dass sie in WinOnCD gedreht wurden), doch das Arbeiten ist so viel einfacher.
Suchen Sie sich nun die gewünschten Bilder zusammen. Über "Bild-Eigenschaften" können Sie jedem Bild eine individuelle Bezeichnung oder einen Rahmen geben:
Als fertiges Bild sieht das nachher z.B. so aus:
Die Beschriftung findet sich allerdings nur im VCD-Format wieder. Im später erzeugten HTML-Code ist sie nicht vorhanden. Will man einmal sehen, wie die spätere Teilübersicht aussieht, so können Sie dies mit einem Klick auf die "Menü-Vorschau" machen:
Das Ergebnis sieht dabei so aus:
Die Aufteilung der Einzelbilder auf das Gesamtbild scheint nur auf meinem PrintScreen nicht ganz nach dem
Wenn Sie mit Ihrer Arbeit fertig sind, können Sie sich dem Brennvorgang zuwenden (speichern der Projektdatei nicht vergessen).
Ich brenne meine VCDs oder SVCDs in der Regel nicht mit max. Geschwindigkeit. 2...4-fach geht bei meinem YAMMI-DVD aber immer ohne Probleme. Der Schreibmodus war hier "Track at once". Da einige Daten von einer zweiten CD kamen, habe ich dafür gesorgt, dass WinOnCD alle Daten zwischenspeichert. Sie sollten zur Sicherheit den Brennvorgang erst "simulieren und bei Erfolg schreiben". Vergessen Sie nicht die "CD abzuschließen". Nun sollten Sie viel Zeit mitbringen, denn es kommen zahlreiche Bildschirmmasken, von denen ich nur die beiden wichtigen darstelle:
Leider hat die Statusanzeige im Übersichtsbild keinen echten Informationswert:
Danach hätte mein erster Versuch (mit 406 Bildern und 35 Minuten Musik) problemlos auf die CD gehen müssen. Doch nach einer entsprechenden Wartezeit, signalisierte mir das Programm mit diesem Bild
dass der benötigte Speicherplatz 784 MB betrage, ich aber nur 702 zur Verfügung habe. Leider hatte ich keine CD für 784 MB ;-). Also neues Spiel - neues Glück. Jetzt wissen Sie, wie ich auf 300 Bilder mit 30 Minuten Musik gekommen bin - durch Versuch und Irrtum.
Sie können anstelle eines Videos die Bilder aber auch einzeln "anspringen" und wiedergeben. In den item*.dat - Dateien im Unterverzeichnis 'Segmente' stehen alle diese "Standbilder", also alle Ihre ins MPEG-1-Format gewandelten Bilder, sowie die Menüs, die von der VCD benötigt werden. Auf diese DAT-Dateien greifen Sie zurück, wenn Sie z.B. mit Ihrem DVD-Player ein einzelnes Bild auswählen. In jeder DAT-Datei sind zwei Frames abgelegt. Ein Bild mit einer Auflösung von 352x288 und ein Bild mit der Auflösung von 704x576 Pixel (reine I-Frames). Wenn Sie es nicht glauben, schauen Sie sich so eine DAT-Datei einfach mal mit VirtualDub an. So spielt z.B. der MS Mediaplayer (wie viele andere Software-Player auch) von Hause aus nur die niedrige Auflösung ab. Eric Bouly (eric.bouly@videotron.ca) und Ross McLennan (rmclennan@esc.net.au) haben sich mit dem Problem herumgeschlagen und die dafür verantwortliche Datei qdv.dll zu einer "full frame - qdv.dll" geändert (vergl.
Ins Betriebssystem einzugreifen ist in der Regel auch nicht ganz ungefährlich. Um es da dem Anwender einfacher zu machen, hat Roxio dem WinOnCD-Paket einen eigenen Player mitgegeben (vcd_play.exe), der die volle Auflösung darstellen kann. Dieser Player wird mehr oder weniger automatisch mit auf die CD gebracht. Startet man dieses Programm vom Rechner aus, so läuft die musikalisch begleitete Bilder-Show (als echter Videofilm) los.
Die Bildschirmdarstellung kann in einem Fenster oder mit voller Bildschirm-Auflösung erfolgen. Das Video wird offensichtlich über eine im Verzeichnis 'Mpegav' befindliche Startsequenz initialisiert. Das eigentliche Video befindet sich übrigens auch im Unterverzeichnis 'Segmente' und hat dort in der Regel die höchste Laufnummer. Der Film ist ein gemuxter MPEG-1-Stream. Dort wurden die Bilder also mit dem Sound verbunden. Die Laufzeit des Video wird von der Länge der Musik bestimmt (siehe oben). Damit ist es nun möglich, die o.a. Video CD - Elemente sowohl auf einem VCD-fähigen Standalone-DVD-Player als auch auf einem normalen PC wiederzugeben.
Legt man nun diese CD in ein PC-CD-ROM-Laufwerk ein, so startet der Internet-Browser und es erscheint etwa folgendes Bild:
(Für eine ordentliche volle Darstellung der Bilder und der Navigationselemente sollte die Bildschirmauflösung schon 1152 x 864 Pixel sein.) Leider ist die Darstellungsgröße von 704 x 469 Pixel für ein Bild fest vorgegeben und zur Zeit nicht änderbar. Klicken Sie mit der Maus auf die "1" (nicht auf das grüne Icon "Play") so geht es mit folgendem Bild weiter:
Ein Klick auf die Note mit der "1" startet die Musik und eine automatische Bilderfolge, sofern Ihr System MPA-Dateien abspielen kann. MPA-Dateien sind MPEG-Audio-Dateien in der Regel als MPEG-1 oder MPEG-2 "audio elementary stream" - definiert im ISO-Standard ISO/IEC 11172-3 und 13818-3. Doch keine Sorge, ich glaube der MS Media Player kann diesen Stream ab Version 6.4 problemlos wiedergeben. Und somit kann Ihr Browser über ein Audio-Plugin die Sounddatei abspielen. Die eigentliche Sounddatei liegt als "mu_10000.mpa" im Unterverzeichnis "Html". Startet zwar die Musik und das Ausgangsbild bleibt stehen, so haben Sie vermutlich die Anzeigedauer auf "Inf" stehen (welche Niedertracht ;-). Das automatische Weiterschalten von einer HTML-Seite zur nächsten, also von einem eingebetteten Bild zum anderen, erfolgt mit reiner HTML-Programmierung über den Befehl <meta http-equiv="refresh" content="6; URL=naechstes_Bild.htm/">. Ein typischer Befehl um "slide shows" oder Weiterleitungen zu einer anderen URL zu programmieren. Mit etwas Geschick können Sie die kpl. HTML-Struktur sogar ins Internet transferieren.
Bei einem Preis von 99,- DM für das Programm (MediaMarkt, Essen) können Sie alle anderen Brennprogramme getrost in die Tonne werfen. Registrierte Anwender bekommen übrigens bei Cequadrat ein Update zum Preis von 84,- DM (egal von welcher WinOnCD-Version Sie kommen). Recht teuer im Verhältnis zum MediaMarkt-Preis - dafür ist der Preis auch für eine Lieferung "frei Haus" (Quelle:
Also, ich sehe auf einem YAMMI bei der Wiedergabe der vertonten Filmsequenz am Fernsehen wunderschöne Bilder, die alle mittig sitzen. Aufgrund des Formates habe ich oben und unten einen schmalen Trauerrand. Das ist aber OK so. Ich habe versucht, dies durch das nachstehende Bild darzustellen:
Bei rund 5% aller Fotos habe ich aber bei den Bildern ein starkes Zittern, das auch reproduzierbar immer bei den gleichen Bildern auftritt. Die „Schwankungsbreite“ des Zitterns ist recht unterschiedlich. Vom mm-Bereich bis zum cm-Bereich. Schaut man sich das Bild genauer an, so kann man feststellen, dass das Bild nicht mittig liegt, sondern das Bild hat oben einen doppelten Rand und unten gar keinen Rand:
Die Originalgröße der Bilder ist 1536 x 1024 Pixel und sie liegen im JPG-Format vor. Gibt es eine Idee oder eine Lösung zu diesem Thema? Roxio hält sich wie üblich bedeckt.....
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