Um nun aus einem AVI-File ein File für die VCD zu bekommen, benötigen Sie einen entsprechenden Encoder. Mit diesem müssen Sie den AVI-Film in ein MPEG-1 - Video CD - kompatibles Format umwandeln. Dazu gibt es -wie Sie sich denken können- die verschiedensten Encoder: Angefangen habe ich mit DV MPEG von Darim Eine Demoversion, mit der Sie 250 Frames umwandeln können, bekommen Sie unter Die Oberfläche ist leicht bedienbar. Die Voreinstellungen für das Format "MPEG1 Video CD" übersichtlich. Bei allen Encordern müssen Sie ein Input-File (hier unser File "fast352x288.avi) und ein Ausgangsfile definieren.
Leider ist nun eine nicht unerhebliche Wartezeit angesagt. Für meinen Demo-Film (7594 Frames) benötigte das Programm 9 Min 52 sec. Das entspricht einer Umwandlungsrate von rund 12,8 Frames / sec.
Mein nächster Versuch war das Programm "Panasonic MPEG1 Encoder"
von Auch hier sind die Einstellungen kinderleicht zu bedienen und bedürfen keiner weiteren Erklärung. Das Problem war wieder die Wandlungszeit. Für den Demo-Film benötigte der Encoder geschlagene 20 Minuten und 11 Sekunden. Das sind nur noch rund 6,3 Frames / sec.
Übung macht den Meister - habe ich mir gedacht und den dritten Encoder getestet. Diesmal den LSX-MPEG Encoder 3.0 von
Technische Einzelheiten finden Sie direkt bei Ligos. Eine Demoversion ermöglicht es Ihnen, einen 30 Sekunden langen Film umzuwandeln. Der Preis für die Version 3.x lag übrigens bei US$ 299.95. So, nun noch eine Info zur Wandlungszeit: 10 Minuten 45 Sekunden. Das sind rund 11,7 Frames / sec.
Nachdem man nun nach dem o.a. "Test" um knapp US$ 580.00 ärmer ist und um drei Erfahrungen reicher, schauen wir uns doch mal in der Welt um, was es an kostenloser Software so gibt: Nachdem ich vermutlich weitere $ 10 für eine Internet-Recherche ausgegeben habe, bin ich auf meine beiden persönlichen Favoriten gestoßen: Beide Programme sind Freeware. Und für das nun folgende Programm gibt es sogar den Quellcode im Internet. Das erste Programm heißt AVI2MPG2 (Version 1.23) und ist von Brent Beyeler. Sie finden das Programm unter Brent Beyeler hat zwar angekündigt, dass die Version 1.23 vom 12.06.00 die letzte Version sei, doch kann man auf seiner Website immer wieder neuere Versionen finden (Mitte Sep. 2000 z.B. die Version 1.24 beta 12). Die Bedienung ist recht einfach:
Über "Add" bringen Sie Ihr Ausgangsfile in die "File list". Über "MPEG filename" oben rechts können Sie den Namen des Ausgangsfiles bestimmen.
Dann klicken Sie auf "Start Encoding" und folgendes Fenster erscheint:
Klicken Sie auf den Button "Settings" und wählen Sie dann die Karteikarte "Video Stream Settings":
Hier entscheiden Sie sich für die "Video CD" und für "25 fps - PAL". Alle anderen Einstellungen lassen Sie wie sie sind. Die hohe Schule der Veränderung und der Optimierung machen wir evtl. mal in einem sep. EDV-TIPP. Nun klicken Sie auf OK und dann auf "Start":
Nun beginnt der eigentliche "Encoding" - Prozess. Bei unserem File ist er nach genau 20 Minuten abgeschlossen. Also so rund 6,3 Frames /sec. Nicht gerade überragend - aber dafür UMSONST!
Ein weiteres Spitzenprodukt, das zur Zeit noch kostenlos ist, kommt aus Mito City, Japan von Hiroyuki Hori San - und zwar
Ein Verbreitung älterer Versionen wird vom Autor ausdrücklich untersagt. Leider kann man eine uneingeschränkte Version noch nirgends kaufen (Stand: Jan 2001). "Since we have released updated version as 2.00, we stop developing version beta 12x any more, we recommend all users to switch to 2.00 from beta 12x unless you use older version with your own risk. We do not permit re-distribution of any version, especially version beta12x or older at any website." Aufgrund der geänderten Lizenzbedingungen ist zu vermuten, dass alle Server die oben beschriebenen Files zukünftig nicht mehr anbieten werden. Leider ist das Programm TMPGEnc (Final Version 2.02) zur Zeit mit einer Laufzeitbeschränkung von 30 Tagen versehen. Die Version Beta 12a hingehen hatte eine solche Beschränkung noch nicht. Nun ist diese Laufzeitbeschränkung besonders ärgerlich, da nicht jeder User monatlich eine neue Version downloaden und installieren möchte. Erlauben Sie mir den Hinweis, dass die Laufzeitbeschränkung in der Registry abgelegt ist. Nun kann man lange darüber diskutieren, ob man das Programm so verändern darf, dass die Laufzeitbegrenzung nicht greift. Eine solche Änderung wird meiner Meinung nach aber dem §69c UrhG widersprechen und wäre damit gesetzwidrig. Das zeitweise Aufräumen in der Registry ist jedoch nicht verboten. Für solche Fälle werden ja auch extra Programme angeboten. An welcher Stelle Sie aufräumen, überlasse ich Ihrer Fantasie. (Vergl. Sollte nach einer solchen Aufräumaktion die Laufzeitbeschränkung wieder von vorne beginnen, haben Sie vermutlich einen Fehler beim Aufräumen gemacht. ;-)
Wenn Sie nun das File TMPGEnc.exe aufrufen, sieht das Ergebnis etwa so aus (natürlich ohne das Testbild - das ist ja schon von meinem Film):
Wenn Sie nun noch das Input- und das Output-File auswählen und auf "Settings" klicken, können Sie die technischen Einzelheiten festlegen.
Wählen Sie auf der Karteikarte "System" die Einstellung "MPEG-1 Video-CD" aus und bestätigen Sie das Ganze mit OK. Gehen Sie dann Karteikarte für Karteikarte durch und machen Sie Ihre Einträge. Für den Anfänger gibt es allerdings eine etwas bessere Lösung: Über den Button "Load" können Sie sich ein fertiges Profil auswählen:
Unter "Settings" werden Sie dann feststellen, das die meisten Felder "grau" sind. Sie können also von Ihnen nicht mehr verändert werden:
Für die Karteikarte "Advanced" empfehle ich Ihnen einen Sprung zum EDV-TIPP Mit einem Klick auf den "Start"-Button geht es nun los. Der Wandlungsvorgang dauerte auf meinem rechner 15 Minuten und 17 Sekunden - das entspricht einer Rate von 8,3 Frames / sec. Stellt man nun die 5 getesteten Programme hinsichtlich der Wandlungsgeschwindigkeit gegenüber, so zeigt sich folgendes Bild:
Das Ergebnis der Umwandlung sieht nun so aus:
Im nächsten Schritt werde ich diese Files alle auf eine Video-CD brennen und sie auch hinsichtlich der Qualität bewerten.
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