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Für die analoge Archivierung gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum Zurückspielen der geschnittenen Videos kann man auf eine Grafik-Karte mit Videoausgang zurückgreifen. Im Prinzip sieht das so aus, dass Sie die Wiedergabe auf dem PC anstoßen und an den Videoausgang einen Videorecorder anschließen. Mit fehlt dabei etwas die Erfahrung. Achten Sie beim Kauf von solchen Karten aber darauf, ob der Videofilm auch flächendeckend auf dem angeschlossenen Monitor (Videorecorder) ausgegeben wird. Ich habe leider schon Karten gesehen, bei denen die Ausgabe über 800 x 600 oder eigenwilligen 848 x 480 Pixeln erfolgte. Am oberen und unteren Rand des TV-Schirms (oder auch rechts und links) bleiben schwarze Streifen sichtbar. Nach meiner Kenntnis gibt es zur Zeit nur zwei Hersteller, die Karten für eine einwandfreie Darstellung bauen. Neben Matrox ist das noch Asus mit entsprechenden Karten, welche die Zeilen des Bildes sauber auf den Videoausgang bringt. Schaltet man den Videoausgang allerdings ein, wird der PC-Monitor schwarz.
Ich habe direkt an diese Karte einen Sony S-VHS Videorecorder (NV-HS1000) angeschlossen. Die Qualität entspricht in vollem Umfang dem S-VHS bzw. Hi8-Standard. Trotz aller Digitalisierung behalte ich übrigens immer noch eine analoge Kopie meiner Filme und Form eines S-VHS-Bandes.
Eine recht gute Alternative ist die Ausgabe des fertigen Videos auf ein DV-Band. Hier dargestellt unter Windows 98. Über die vorhandene IEEE-1394-Schnittstelle können nicht nur die Video/Ton-Daten vom Camcorder in den PC eingelesen werden, sondern auch wieder zurückgespielt werden. Wie schon berichtet, sind die preiswerten Camcorder dafür allerdings nicht vorgesehen (sehen Sie dazu auch den EDV-TIP über die
Die IEEE-1394-Schnittstellen sind also nur für die Ausgabe von Video-Daten freigeschaltet. Mit einem Trick kann man die Schnittstelle des Camcorder nun dazu bewegen, auch die Daten vom PC anzunehmen. Nach dem Studium von zahlreichen Testberichten habe ich mich bei meinem Sony-Camcorder für das Freischaltmodul
Doch wie bekommt man nun das File auf den Camcorder? Zur Freischaltung des Camcorders kann ich Ihnen nur empfehlen - halten Sie sich sklavisch an die Bedienungsanleitung. Machen Sie nur die Schritte, die da stehen und zwar auch in der Reihenfolge wie sie da stehen. Zur Vorbereitung der Überspielung nehmen wir das Format 720 x 576 Pixel vom Type-1, denn dieses Format entspricht direkt dem DV-Format des Camcorders. Was ein Type-1 bzw. Type-2-File ist, habe ich im EDV-TIPP
Mittels Media Studio Pro (Video Editor) stoßen wir einen "Export" an:
Hier wählen wir das gewünschte File aus. Mit Info können wir nochmals die "technischen Daten" des Films ansehen:
Über das nun folgende Fenster können wir das DV-Tape hin- und herspulen und die richtige Stelle auf dem Band suchen.
Über "Weiter" kommen wir zu dieser Maske:
Nachteil: Man kann keinen Bild-genauen Anschlussschnitt hinbekommen, da der Camcorder rund eine Sekunde im Aufzeichnungs-Modus laufen muss, damit er auf die Daten vom PC reagieren kann. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, denn Sie übertragen vermutlich immer nur Ihren kpl. Film auf das DV-Band.
Ich muss jedoch direkt sagen, dass diese beiden Lösungen sehr stark von den bei Ihnen installierten Treibern und dem Camcorder abhängig sind. Bei meinem Sony-Camcorder lassen sich die nachstehend aufgezeigten Wege nur mittels der Treiber von Texas Instruments (bei meiner IEEE-1394-Karte mitgeliefert) beschreiten. Ein Weg für Leute, die nicht so viel Geld ausgeben wollen, hatte ich schon mal Mainactor von
Von diesem Programm, das Sie auch als
Nun wird es aber schwierig. Für das Capturen können Sie sehr schön mit DVCAP.EXE arbeiten. Dazu benötigen Sie aber zur Steuerung des Camcorders mit der
Vorteil dieser Lösung: Mainactor produziert mit DVCAP direkt AVI-Files vom Type-2. Doch leider bekommen Sie die Files nach dem Videoschnitt nicht mit DVOUT.EXE wieder in den Camcorder. Dazu müssen Sie erst die TI-Treiber installieren (aus 2427up.exe - Beschreibung: siehe EX-6500-Handbuch). Die Treiber von TI haben zwar den Nachteil, dass man den Camcorder nicht mehr steuern kann, doch mit DVOUT können Sie problemlos Type-2-Files in Richtung Sony-Camcorder übertragen. Die Steuerung müssen Sie mit dem Widget sowieso bei der Aufnahme von Hand machen.
Bedeutender Nachteil: Man muss zwischen Capturen und Archivieren die Treiber wechseln - für den Neuling kein sehr leichtes Unterfangen. Vorteil: Sie können unmittelbar in DV-Tpye-2 aufnehmen und auch wieder ein File im Type-2 an den Camcorder zurücksenden. An dieser Stelle pflege ich immer zu sagen, dass wir uns bei der EDV bzw. der PC-Technik da befinden, wo wir uns zu den Anfangszeiten des Automobils befunden haben, als man das Benzin in der Apotheke kaufen musste. Was sollen solche Programme, die nur unter bestimmten Voraussetzungen mit ganz bestimmter Hardware funktionieren? Aber nicht ärgern, was nichts / wenig kostet taugt auch nichts - zumindest kostet die Arbeit damit oft viel Mühe. DV-Out hat übrigens noch einen kleinen Vorteil, den ich nicht unerwähnt lassen möchte. Man kann damit auch Files von Type-1 in den Type-2 umwandeln.
Ob Sie nun mit dem DV-Type-1 oder dem Type-2 arbeiten, ist einem kleinen Freeware-Tool mit dem Namen
Es arbeitet zwar auch nur mit den Treibern von TI (EX6500 mit Sony-Camcorder), aber es ist aufgrund der einfachen Bedienung ein ganz tolles Programm. Die können damit Capturen und auch ein File wieder zum Camcorder schicken - und zwar ganz einfach per Mausklick. Das eigentlich "Menü" ist etwas versteckt ganz oben links in der Ecke, neben dem "D" von DVIO. (Zum Thema "Überspielung unter Windows ME" sehen Sie bitte den
So, nun haben wir den Film entweder auf eine analoge oder digitale Video-Kassette gebracht. Im nächsten Schritt wollen wir uns mal Gedanken über eine CD machen. Sie können nun natürlich den Film auch auf eine CD brennen. Wenn wir uns dazu aber nochmals die Daten ansehen, werden Sie feststellen, dass nicht jede Datei auf eine CD passen wird:
Die "fast768x576" und die beiden "fast480x576" bzw. "fast352x288" würden wir ja noch auf 2 CDs abgespeichert bekommen, doch die beiden DV-Format-Dateien bekommen wir beim besten Willen so nicht auf CD.
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