Der Video-Filmer und seine Ausstattung


Viele Hobby-Filmer haben einen S-VHS, Hi8 oder DV-Camcorder - aber was machen sie mit den Aufnahmen?

Klar, viele Camcorder fristen ein leidvolles Dasein. Sie dürfen im Urlaub oder bei der Geburtstagsfete aus dem Haus und machen ganz wundervolle Aufnahmen. Aber was kommt dann?

Der Videofilmer möchte seine tollen Aufnahmen natürlich auch bei Verwandten und Bekannten vorzeigen. Also muss der Camcorder als Abspielgerät dienen und wird direkt an den Fernseher angeschlossen. Man spult hin und her und wieder hin und wieder her. Es passiert auf dem Bildschirm alles Mögliche, doch besser wird der Camcorder durch das viele Umspulen sicherlich nicht.

Im nächsten Schritt denkt man als Videofilmer darüber nach, seinen Film zu schneiden und zu vertonen. Das geht auf den meisten Camcordern aber nicht.

Also muss ein Hi8- oder S-VHS-Videorecorder her (DV-Videorecorder sind ja noch recht teuer), der auch ein Nachvertonen zulässt. So entstehen wunderschöne Filme.

Bei mir sah das im Anfang etwa so aus:

Der Film entstand mit einem Hi8-Camcorder (Sony CCD-TR808E). 

Danach wurde er mit einem Sony Hi8-Recorder (EV-C2000E) wiedergegeben und auf einen S-VHS-Camcorder (Panasonic NV-HS1000) überspielt. Der stumpfe "Schnitt" wurde mittels Video-Mouse von GSE gesteuert.

Im Rechner wurde also eine Schnittliste erstellt, nach der der abspielende Videorecorder und der aufnehmende Recorder über die serielle Schnittstelle des Rechners und den LANC- bzw. Edit-Anschluss der entsprechenden Recorder gesteuert wurden.

Überblendungen, Untertitel und Spezialeffekte entstanden auf einem Computer. Und zwar wurde das Hi8-Signal mittels einer AV-Master-Karte von Fast im Rechner digitalisiert, bearbeitet und auf den S-VHS-Videorecorder ausgegeben.

Die Nachvertonung wurde mit einem 7-Kanal-Mischpult rein analog auf der Längs-Spur des S-VHS-Videorecorders generiert. Als "Zuspieler" dienten hier neben dem Originalton des Camcorders, zwei CD-Player im Rechner, natürlich die Festplatte für WAV-Dateien und ein Kassettenrecorder für Urton-Aufnahmen vor Ort, die unabhängig vom Camcorder aufgezeichnet wurden.

Das Ergebnis war ein S-VHS-Videofilm in ganz guter Qualität. Doch wie bringt man einen solchen Film in sein Wohnzimmer?

Dumme Frage zu Fuß... Nein! Das war nicht gemeint. 

Der Film entsteht bei mir im Arbeitszimmer und im Wohnzimmer habe ich nur einen VHS-Videorecorder. Also musste das ganze tolle Filmwerk von S-VHS auf VHS kopiert werden, um es dann in gemütlicher Umgebung ansehen zu können.

Das VHS-Format hatte natürlich auch noch einen anderen Vorteil: Freunde und Bekannte haben in der Regel keinen S-VHS-Videorecorder und so kann ich als "Austauschmedium" auch nur eine VHS-Kassette auf die Reise schicken.

Soweit die Vergangenheit, denn mit der Dauer des Hobbys entstand bei mir der Wunsch die Qualität zu verbessern.

Und so habe ich lange über den rein digitalen Weg nachgedacht. Also digital aufnehmen, digital bearbeiten, digital archivieren und "digital" wiedergeben.

Um die einzelnen Schritt zu verstehen, finden Sie nachstehend einige notwendige Grundlageninformationen. Sie werden Ihnen helfen Details besser zu verstehen.

 

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