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| Unverdauliche Kekse Stellen Sie sich vor, jemand hat Ihre Schuhe in Farbe getaucht und während Sie so durch die Stadt schlendern und von Geschäft zu Geschäft gehen (oder von Kneipe zu Kneipe), hinterlassen Sie eine gut sichtbare Spur. |
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Und ohne daß es Ihnen auffällt, folgen Ihnen andere Menschen, um herauszufinden, welche Vorlieben Sie so haben.
Undenkbar werden Sie sagen - na ja - nicht so im Internet.
Im Internet gibt es eine wunderbare Methode Ihnen zu folgen - und zwar mit Hilfe von Cookies:
Was ist denn nun so ein Cookie (Cookie, englisch für Kekse) ?
Es handelt sich dabei um eine kleine Textdatei, die von einem Webserver auf Ihrer Festplatte abgelegt wird. Diese Informationen kann man sich als elektronische Krümel vorstellen, die so ein
Cookie (Keks) hinterläßt.
Ja, Sie haben richtig gehört. Da schreibt einfach ein beliebiger Server im
WWW ein paar Daten auf Ihre Festplatte.
Mit Hilfe eines solchen Cookies will man Sie persönlich (bzw. Ihren Rechner) identifizieren. Es handelt sich bei einem Cookie - wie gesagt - nur um eine Textdatei. Man kann auf diese Art und Weise keinen Quellcode ausführen - also z.B. ein Programm starten oder gar Viren übertragen. Es ist ganz allein Ihre Datei, die nur von dem Server gelesen werden kann, der sie Ihnen übergeben hat.
Was soll das, werden Sie fragen. Der Zweck eines Cookies ist es, d
en Server zu informieren, dass Sie zu dieser bestimmten Webseite zurückgekehrt sind.Solche Cookies haben sicher einen Vorteil. Sie sparen Zeit.
Bei Microsoft z.B. werden bestimmte Webseiten personalisiert. Das heißt, Sie haben Microsoft z.B. Ihren Namen und Ihre Adresse genannt und bestimmte Fragen zur Person und zu den von Ihnen benutzten Programmen beantwortet.
Dann hilft so ein Cookie, daß Microsoft sich an Sie erinnert.
Bei Ihrem nächsten Besuch werden Ihnen dann ohne große Abfragen gleich die entsprechenden Informationen bereitgestellt..
Microsoft schreibt z.B. zu diesem Thema: "Wir erfahren, welche Informationen für unsere Besucher wichtig sind und welche nicht. Wir können Web-Seiten aufgeben, die nicht benutzt werden und unsere Kräfte auf die Informationen konzentrieren, die Sie wirklich benötigen."
Die Betreiber der Server erfahren also somit, wer wann wo gesurft hat und wo Ihre persönlichen Interessen liegen. Mit diesen Daten werden sogenannte Klienten-Profile erstellt, die im günstigsten Falle dabei helfen, das Netz-Angebot zu verbessern.
Mit dieser Technik könnte aber auch ein Profil über Surfgewohnheiten des Anwender erstellt werden. Stichwort: 'Der gläserne Anwender'. Der Web-Server-Betreiber könnte z.B., vom Anwender unbemerkt, Protokoll über seine Interessen führen. Im schlimmsten Fall werden die
Cookies mißbraucht und die Informationen verkauft: Ihr persönliches Profil findet sich dann bei einer Marketing-Firma wieder, die Sie daraufhin mit Werbe-Mails überschüttet.
So, nun wollen wir mal sehen, ob Sie auch solche Cookies auf Ihrem Rechner haben.
Ich habe hier drei Abfragen eingebaut. Die erste sollte allen Anwendern vom MS Internet Explorer anzeigen, ob sie Cookies auf dem Rechner haben. Basisverzeichnis ist: 'C:/windows/cookies/'.
Die zweite Abfrage zeigt allen Netscape-Anwendern ihre Cookies. Voraussetzung ist die "ordnungsgemäße" Installation. Die Cookies befinden sich dann in 'C:/Programme/Netscape/Navigator/cookies.txt'.
Die dritte Abfrage richtet sich an alle Nutzer von Windows NT, die mit dem Internet Explorer arbeiten und das Verzeichnis 'C:/winnt/profiles/administrator/cookies/' nutzen
Na, haben Sie mal geklickt? Erstaunlich, wer sich da so alles für Sie interessiert - nicht wahr.
Wenn das bei Ihnen nicht zu richtig funktioniert hat, seien Sie nicht traurig. Vermutlich wurde dann Ihr Browser in einem anderen Pfad installiert. Sie können dann ja mal mit der Windows95-Funktion: 'Start', 'Suchen' nach dem Begriff "Cookie" suchen. Auf diese Weise finden Sie die entsprechende Textdatei bzw. das Unterverzeichnis sicherlich.
Was steht nun in einem solchen Cookie?
Da der Web-Server nicht direkt auf die Datenträger der Anwenders Zugriff hat (das wäre ja noch schöner!), muß er hierfür den Browser bitten. Er kann aber nur das schreiben lassen, was er sowieso schon weiß (z.B. aktuelle Adresse, Anwenderrechner, Anwendereingaben).
Um die Netz-Spionage zu verhindern, gibt es zwei Möglichkeiten:
Zuerst kann man seinen Browser anweisen, Cookies nicht zu akzeptieren - oder nur nach Warnung zu akzeptieren.
Da es verschiedene Browser gibt, habe ich mal drei Browser, ab der vierten Generation, ausgewählt und Ihnen hier dokumentiert, wie man seinen Browser anweisen kann, eine Warnung auszugeben, bevor er ein Cookie annimmt. Sollte Ihr Browser nicht darunter sein, so müssen Sie selbst herausfinden, wie der Browser vor einem Cookie warnt, oder besorgen Sie sich eine aktuelle Version Ihres Browsers, denn nichts ändert sich so schnell wie die Standards im Internet.
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Wählen Sie hier: 'Vor der Annahme von Cookies' fragen. Damit fragt Sie der Browser jedesmal, bevor er ein Cookie annehmen soll.
Quittieren Sie die Maske mit 'OK' und dann die nächste wieder mit 'OK'. Fertig!
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Im Microsoft Internet Explorer 4.0 hingegen sieht es etwas anders aus. Hier geht es auch über 'Ansicht' und 'Internetoption'. Dann aber auf die Karteikarte 'Erweitert':

Im Bereich 'Cookies' wählen Sie 'Vor der Annahme von Cookies fragen'. Mit 'OK' quittieren. Fertig!
Im Netscape Communicator 4.5 wählen Sie im Menü 'Edit' den Punkt 'Preferences...'. Dann gehen Sie auf den Punkt 'Advanced'. Es erscheint etwa folgendes Fenster:

Klicken Sie auf den Punkt 'Warn me before accepting a cookie'. Quittieren Sie mit 'OK'. Fertig!
Wenn Sie auf diese Weise vor der Annahme von Cookies warnen lassen, werden Sie feststellen, wie oft die kleinen Krümel genutzt werden.
Wem das zu umständlich ist, der kann auch einen anderen Weg beschreiten.
Nutzen Sie sogenannte
Anti-Cookie-Programme. Besonders empfehlenswert ist Luckmans AntiCookieProgram
Also, verwischen Sie Ihre Spuren im Internet und machen Sie die Kekse (Cookies) zu unverdaulichen Keksen!
Grüße
Stefan Uchrin
Letzte Aenderung: 28.02.99